Naturpark s’Albufera – eine Oase für die Tier- und Pflanzenwelt auf Mallorca

Im Nordosten von Mallorca, gibt es in der Nachbarschaft der großen Touristenhochburgen von Port d‘ Alcudia und Can Picafort, ein traumhaft schönes Naturschutzgebiet, den Naturpark s’Albufera. Über 1600 Hektar wurden hier 1988 von der balearischen Regierung unter Schutz gestellt.

Über tausende von Jahren hinweg hat sich hier eine einzigartige Oase für die Tier und Pflanzenwelt auf der Insel entwickelt. Der Ursprung des Feuchtgebietes liegt schätzungsweise schon vor 100 000 Jahren zurück, als sich dieses Landstück durch das Entstehen einer Düne vom Meer abtrennte.

Viele Vogelarten machen hier im Naturpark s’Albufera jeden Frühling und Herbst halt, um danach entweder weiter in den Norden oder in den Süden zu ziehen. Das Naturschutzgebiet ist aus diesen Gründen auch gleichzeitig ein Vogelschutzgebiet.

Der Naturpark s'Albufera auf Mallorca

Großes Feuchtgebiet mit sowohl Süß- wie auch Salzwasseranteil

Bei dem Naturschutzgebiet s’Albufera handelt es sich um das wichtigste Feuchtgebiet der Balearen. Mit Wasser gespeist wird es überwiegend durch die Sturzbäche Torrent de Sant Miquel und Torrent de Muro, die besonders nach langanhaltenden Niederschlägen große Wassermassen mit sich führen. Im Naturschutzgebiet selbst wird dieses durch eine Vielzahl von Kanälen auf das Feuchtgebiet verteilt. Diese künstlichen Wasserläufe wurden vor mehr als hundert Jahren angelegt, da die Flächen und die angrenzenden Gebiete von der Landwirtschaft genutzt worden sind, oder immer noch genutzt werden. Der Größte von ihnen, der Canal de Siurana, mündet am Strand zwischen der Playa de Alcúdia und der Playa de Muro im Mittelmeer.

Doch auch von der großen Bucht Badia d’Alcudia strömt Wasser in das Naturschutzgebiet hinein. Der Salzgehalt im Boden und in den Gewässern des Naturparks s’Albufera variieren deshalb je nach Jahreszeit. Besonders im niederschlagsärmeren Sommern nimmt der Wasserstand etwas ab, wobei er im Herbst durch den dann fallenden Regen wieder zunimmt.

Naturschutzgebiet s'Albufera auf Mallorca

Hohe Artenvielfalt im Naturpark s’Albufera

Für die über 400 verschiedenen Pflanzenarten bietet das Naturschutzgebiet mit dem feuchten Boden und dem mediterranen Klima ideale Bedingungen. So gibt es verschiedene Schilfrohrarten, Ravannagras, Wasserkresse, Fingerkraut, Brombeersträucher, Pappeln und viele Strohblumen. An den Rändern vom Naturpark s’Albufera wachsen zudem in einem schmalen Waldstreifen noch Kiefern, Rosmarin, Stechwinden und Mastixsträucher.

Diese Vielfalt bietet den heimischen Vogelarten ideale Brutbedingungen. Dazu ist das Naturschutzgebiet s’Albufera eine hervorragende Futterquelle. Dies wissen natürlich auch die Zugvögel zu schätzen und nutzen die Insel und den Park als Zwischenstation nach Afrika und im Frühjahr bei Ihrem Rückflug nach Europa.

Vögel im Naturpark s'Albufera auf Mallorca

Zu den Vögeln, die hier ihre Eier ausbrüten, zählt zum Beispiel die Stockente, das Blasshuhn, der Zwergtaucher, der Stelzenläufer oder der Graureiher. Insgesamt 61 von 271 auf der Insel heimischen Arten bauen ihre Nester im Naturpark s’Albufera. Dazu kommen im Frühjahr und Herbst noch etliche weitere auf ihren langen Weg zwischen den Kontinenten. Dann können auch Flamingos, Störche, Turmfalken oder auch Fischadler beobachtet werden.

Kleine Reptilien haben ebenfalls im Naturschutzgebiet s’Albufera auf Mallorca ihr Zuhause gefunden. Darunter zählen der Iberische Wasserfrosch, die Vipernatter sowie die europäische Sumpfschildkröte. Natürlich gibt es in den Gewässern auch Fische. So zum Beispiel Barsche, Aale oder Zwiebelfische. Das Angeln ist jedoch im gesamten Park strengstens verboten. In dieser Oase für die Tier- und Pflanzenwelt dürfen natürlich auch einige Säugetiere nicht fehlen. Dies sind allerdings nur sehr kleine Nagetiere, wie Mäuse oder Ratten. Dazu kommen noch insgesamt 8 verschiedene Fledermausarten.

Sumpfgebiet und Naturschutzgebiet des Naturpark s'Albufera auf Mallorca

Besichtigung des Naturschutzgebietes

Einen öffentlichen Zugang zum Park gibt es über ein Besucherzentrum. Dieses befindet sich in südlicher Richtung auf der Straße Ma-12, kurz hinter der Brücke des zum Meer fließenden Kanals. Parkplätze gibt es relativ wenige, besonders in der Hauptsaison nicht, wenn die umliegenden Hotels gut besucht sind. Von der Playa de Muro und auch von Port d’Alcudia kommt man aber auch zu Fuß oder per Fahrrad hin. Alternativ kann man die Buslinien 302 oder 322 nutzen. Von der Inselhauptstadt Palma sind es etwa 60 Minuten Autominuten.

Geöffnet hat der Naturpark s’Albufera auf Mallorca vom 1. April bis zum 30. September immer von 9:00 bis 18:00 Uhr. In der Nebensaison (1. Oktober bis 31. März) ist die Öffnungszeit verkürzt von 9:00 bis 17:00 Uhr.

Ein Eintrittsgeld ist nicht zu bezahlen. Allerdings muss man sich am Besuchszentrum vorher anmelden, um eine Besuchserlaubnis zu bekommen. Bei rechtzeitiger Voranmeldung, können auch geführte Rundgänge in Anspruch genommen werden. Im Park selbst dürfen die gekennzeichneten Wege nicht verlassen werden. Es gibt vier Hauptrouten (von denen zwei mit dem Rad befahren werden dürfen), mehrere Brücken sowie Hochstände, von wo aus man die Vögel und Tiere beobachten kann. Ein Fernglas oder ein Gerät mit guter Zoomfunktion sollte also auf alle Fälle mitgenommen werden.




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