Sóller und der Hafenort Port de Sóller zählen zu den schönsten Gegenden auf Mallorca

Im sogenannten Orangental, an der Nordwestküste von Mallorca, befinden sich mit Sóller und der Hafenstadt Port de Sóller zwei der schönsten Orte auf der Insel. Es ist eine Region, in der die Geschichte der Balearen und der mallorquinischen Tradition zum Greifen nah sind. Trotzdem gibt es zwischen beiden Orten einige Unterschiede, die dir bei einem Besuch schnell auffallen werden. Geht es in den Gassen von Sóller doch eher ruhiger und gemütlicher zu, hat sich Port de Sóller vom kleinen Hafenort zu einem Feriendomizil mit einem schönen Sandstrand entwickelt, in dem es einige sehr gute Hotels gibt. Den Ursprung hat sich die Gegend aber mit seinen vielen landwirtschaftlichen Erzeugnissen erhalten können.

Das Orangental mit dem Ort Sóller auf Mallorca

Über die Berge oder durch einen Tunnel, per Auto oder dem „Roten Blitz“ – du hast die Wahl

Um in die Region zu gelangen, musst du zuerst die Berge des Tramuntanagebirges überwinden. Dies stellte sich früher als recht schwierig dar. Die Hauptverbindung zwischen den beiden Orten und der Inselhauptstadt Palma war daher der Seeweg. Erst 1912 wurde es für die Bewohner von Sóller und Port de Sóller mit der Fertigstellung der Eisenbahnlinie leichter, ihre Erzeugnisse Inselweit zu verkaufen. Noch heute kannst du von Palma aus mit dem historischen Zug, der auch als „Roter Blitz“ bezeichnet wird, quer über die Insel in Richtung Nordwesten fahren. Für Interessierte des Verkehrswesens, gibt es in Sóller noch ein weiteres Highlight, denn die Stadt, die von der Küste etwa 4 Kilometer entfernt liegt, verbindet eine alte historische Straßenbahn mit dem Hafenort Port de Sóller.

Der Rote Blitz auf Mallorca

Wer mit dem Mietwagen die Gegend erkunden möchte, fährt vom Süden aus die Straße Ma-11 nach Sóller. Man durchfährt dabei den 1999 fertiggestellten, 3000 Meter langen Tunnel und benötigt für die Strecke von der Inselhauptstadt Palma aus etwa 40 Minuten. Wer etwas mehr Zeit hat und sich für die tolle Landschaft interessiert und traumhafte Aussichten genießen möchte, kann auch die alte Serpentinenstraße Ma-11a über die Berggipfel nehmen. Dieser Weg ist zwar umständlicher aber echt zu empfehlen. Der Fahrer sollte jedoch geübt sein und die Insassen nicht gerade einen sensiblen Magen haben. Zum Glück gibt es eine Menge Gelegenheiten um kurz anzuhalten, die frische Luft zu genießen und seine Blicke über die herrlich schöne Gegend schweifen zu lassen.

Im Folgenden stellen wir dir beide Orte genau vor. Entdecke, was man in Sóller und Port de Sóller alles Schönes erleben kann. Tauche mit uns ein in das Orangental von Mallorca und erfahre, warum es diese Bezeichnung bekommen hat.

Sóller

Da es in dieser Region der Insel häufigere Niederschläge gibt als sonst wo und der Boden durch die vielen Quellen des Gebirges ebenso gut mit Nährstoffen versorgt wird, ist die Umgebung von Sóller schon seit tausenden von Jahren bevölkert. Funde und Ausgrabungen geben daraufhin Aufschluss, dass es schon vor etwa 4000 Jahren Siedler in dieser Gegend gab. Durch das reichliche Süßwasservorkommen nannten die arabischen Herrscher das Tal auch „Tal des Goldes“.

Das Tal von Sóller auf Mallorca

Noch heute verdienen viele Menschen hier ihr Geld mit der traditionellen Landwirtschaft. Haupterzeugnis sind dabei Südfrüchte wie Zitronen und vor allem Orangen. Dadurch trägt diese Küstenregion an den Füßen des Tramuntanagebirges auch den Spitznamen „das Orangental“. Weiterhin werden natürlich die Oliven sowie verschiedene Obst- und Gemüsesorten angebaut. In den letzten Jahren hat aber auch in Sóller die Tourismusbranche an größerer Bedeutung gewonnen.

Der schönste zentrale Ortskern von Mallorca

Besonders sehenswert in Sóller ist der Plaça de la Constitució, inmitten der schönen Altstadt. In keinem anderen Ortskern von Mallorca hast du so viele schöne Attraktionen wie hier. Zwischen den Häusern hindurch kannst du dazu die Berge des Tramuntanagebirges sehen, die sich fast schon majestätisch in den blauen Himmel strecken. Dazu rumpelt die historische Straßenbahn direkt über den Platz, vorbei an den Stühlen der sich hier befindlichen Cafes und Restaurants. Dort bekommst du zum einen traditionelle mallorquinische Speisen, leckere Tapas und ebenso ein leckeres Orangeneis. Im Sonnenschein kann man dazu noch am schönen Brunnen entspannen und die bezaubernde Ansichten auf sich wirken lassen.

Historische Gebäude am Plaça de la Constitució

Ebenfalls am Plaça de la Constitució steht mit der Pfarrkirche Església de Sant Bartomeu die bekannteste Sehenswürdigkeit des Ortes Sóller. Sie wurde Ende des 17.- Anfang des 18. Jahrhunderts im Barockstil erbaut und nutzte einige Mauerreste der früheren sich hier befindlichen Kirche. In den Jahren 1902 bis 1912 wurde die Außenfassade nach den Plänen von Joan Rubió, einem Schüler des weltbekannten spanischen Architekten Antoni Gaudí, neu gestaltet. In diesem Zusammenhang wurde nicht nur der Platz dem Kirchenaussehen angepasst, sondern auch 1909 das danebenstehende Bankgebäude erbaut. Es hat daher nicht zufällig ein ähnliches Aussehen, mit der typisch rustikalen Fassadenstruktur, wie die Kirche Sant Bartomeu.

Der Plaça de la Constitució in Sóller auf Mallorca

Ein weiteres historisches Gebäude ist das Rathaus von Sóller. Es wurde 1733 erbaut und nur die Straßenbahnschienen der historischen Tram trennen es von der Kirche. Über dem großen Balkon des Amtsgebäudes, auf dem die Fahnen von Spanien, Europa, Mallorca und Sóller wehen, thront an der Fassade das Stadtwappen des Ortes. Markant ist auch der imposante Eingang mit dem großen Bogen und den sich links und rechts befindlichen Treppenstufen. Unter dem Dach ziert das Gebäude dazu noch eine weit sichtbare Uhr.

Einkaufsbummel durch die engen Gassen von Sóller

Vom Plaça de Constitució zweigen mehrere kleinere Gassen in die Tiefen des Ortes Sóller ab. Hier gibt es eine Menge kleinerer Geschäfte und Läden, sowie vieles von einer traditionellen mallorquinischen Stadt zu entdecken. Genieße hier den ganz besonderen Charme von Sóller und probiere die frischen Produkte der Gegend in den Einkaufsmöglichkeiten der engen Straßen aus. Die Häuser und Fassaden sind teilweise schon mehr als einhundert Jahre alt und geben einen Einblick, wie die Einwohner der Insel leben und gelebt haben. Ebenso erkennt man deutlich die verschiedenen Baustile und Einflüsse der vergangenen Zeiten. So entdeckt man an einigen Gebäuden sowohl Merkmale des Kolonialstils, des Neobarock sowie des Klassizismus.

Die engen Gassen in Sóller

Wie viele andere Orte auf Mallorca, so gibt es natürlich auch in Sóller einen schönen traditionellen Wochenmarkt. Dieser findet jeden Samstag in der Zeit zwischen 8:00 und 14:00 Uhr auf dem Plaça de la Constitució statt und reicht bis weit zum Plaça des Mercat. Hier befindet sich auch die täglich geöffnete große Markthalle des Ortes, in der du alles findest was dein Herz begehrt.

Jetzt, nach dem Besuch dieser schönen traditionellen Stadt Sóller ist dir wieder nach Strand und Meer? Kein Problem! Dann steig ein in die historische Straßenbahn und fahre zu dem nur etwa 4 Kilometer entfernten Hafenort Port de Sóller.



Hafenort Port de Sóller

Mit der Straßenbahn zum Strand? Das geht nur hier in Port de Sóller, dem wunderschönen Hafenort im Nordwesten von Mallorca. In dieser fast geschlossenen und kreisrunden Bucht erlebst du einen Strandtag auf einer ganz besonderen Art und Weise. Die meisten Badegäste verweilen allerdings nur kurz im weichen Sand, da sie sich während eines Ausflugs hierher oftmals nur kurz erfrischen wollen. Die Wellen, die durch die Enge der Meeresöffnung hereinströmen, verteilen sich in der großen Bucht und mildern sich bis zum Ufer ab. Durch die nur mäßig ansteigende Tiefe, ist der Strand von Port de Sóller auch ideal für Familien mit Kindern geeignet.

Entlang der sehr schönen Strandpromenade von Port de Sóller fährt nicht nur die historische Straßenbahn, sondern du kannst sie auch entlang Spaziergang und zwischen den Palmen den Blick über die Bucht oder hinüber zu den Bergen schweifen lassen. Außerdem gibt es an der Promenade eine Menge toller Restaurants, wo man wunderschön das Treiben beobachten und die Gegend genießen kann. Empfehlenswert ist es auch, dem Yachthafen einen Besuch abzustatten. Dieser befindet sich im nördlichen Teil der Bucht von Port de Sóller.

Straßenbahn an der Strandpromenade von Port de Sóller auf Mallorca

Hafen mit einer langen Geschichte

Die Bucht und der Hafen von Port de Sóller haben eine lange Geschichte auf Mallorca. Durch die sehr gute Abtrennung vom offenen Meer, bot sie den ankernden Schiffen und der Bevölkerung einen sehr guten Schutz. Die vielen gut handelbaren Erzeugnisse der Landwirtschaft, brachten der Gegend einen gewissen Wohlstand ein. Da die Berge für die frischen Waren kaum überwindbar waren, brachte man die Südfrüchte, Oliven und Gemüsesorten auf dem Seeweg nach Palma. Im Zuge der französischen Revolution siedelten gegen Ende des 18. Jahrhunderts auch viele Franzosen ins beschauliche Sóller über. Dadurch setzte ebenso ein reger Handel mit dem Festland ein.

Dieser Reichtum weckte natürlich auch bei Räubern und Piraten große Begehrlichkeiten. Und so war der Hafen von Port de Sóller auch schon immer ein Schauplatz für Überfälle und kriegerischen Auseinandersetzungen. Das größte dieser Ereignisse war der Angriff durch algerische Korsaren im Mai 1561. In der Bucht gingen damals 23 große Galeeren mit etwa 1000 Angreifern vor Anker und wollten zum einen die Schätze der Gegend Plündern und zum anderen Frauen und Kinder als Sklaven entführen. Obwohl man mit 600 Mann deutlich in der Unterzahl war, konnten die Mallorquiner den Angriff abwehren und die Gegner in die Flucht schlagen.

Die Bucht von Port de Sóller

U-Boot-Stützpunkt und heutiger Yachthafen

Während des spanischen Bürgerkrieges und des zweiten Weltkrieges war der Hafen Port de Sóller ein U-Boot-Stützpunkt der nationalistischen Truppen und deren Verbündeten. 

Durch die Anbindung des Ortes per Eisenbahn und der mittlerweile existierenden Bergstraße, verlor der Hafen von Port de Sóller allerdings für den Güterverkehr auf Mallorca immer mehr an Bedeutung. Im Jahr 1975 wurde dieser dann komplett eingestellt. Der Handel über den Seeweg erfolgt auf Mallorca nun von den größeren Häfen in Palma, Alcúdia oder Port d’Andratx aus. Heutzutage fahren den Hafen ausschließlich private Yachten, Seegelboote, Ausflugsschiffe und einige wenige Fischerboote an.

Yachthafen in der Bucht von Port de Sóller

Wenn du dich ausführlicher über die Geschichte der Seefahrt und des Hafenortes Port de Sóller informieren möchtest, dann empfehlen wir dir das sehenswerte Museum „Museu Marítim de Mallorca“. Ausgestellt sind nicht nur Boote und eine Vielzahl an Utensilien, sondern auch eine Menge Informationen über das Leben und Arbeiten der Seemannsleute. Es befindet sich oberhalb des Hafens, auf der Landzunge, die die Bucht vom offenen Meer trennt. Hier gibt es im Übrigen auch mit dem Plaça de Santa Catarina einen tollen Aussichtspunkt.

Zwei Leuchttürme mit traumhafter Aussicht

An der Ausfahrt von der Bucht zum offenen Meer, gibt es an beiden Seiten jeweils ein Leuchtturm. In der Nähe des oben beschriebenen Meeresmuseum befindet sich der Far de la Creu. Direkt gegenüber, an der westlichen Seite der Meeresmündung, steht weiter oben auf einem Berg der Far del Cap Gros. Direkt daneben befindet sich im Übrigen ein ehemaliges Militärdepot, was heute als Hostel genutzt wird. Dies ist besonders bei Wanderern beliebt, die eine einfache Übernachtung benötigen.

Von beiden Leuchttürmen hast du nicht nur eine fantastische Aussicht in die Bucht von Port de Sóller, sondern du kannst auch weit auf das Meer und entlang der Küste sehen. Ebenso lassen sich hier traumhaft schöne Sonnenuntergänge beobachten.

Feste und weitere traumhafte Dörfer in der Umgebung

Mit viel Glück bist du in Sóller oder Port de Sóller zu einem Zeitpunkten, wo einige der traditionsreichsten Feste auf der Insel stattfinden. Im Folgenden stellen wir dir einige davon vor. Ebenso bietet dir die Gegend noch weitere Perlen und Sehenswürdigkeiten, für die Mallorca und das Tramuntanagebirge bekannt sind.

Orangenfest

Was wäre das Orangental ohne ein Fest zu Ehren der wichtigsten Frucht, der Orange? Ende Mai eines jeden Jahres gibt es in den Orten Sóller, Port de Sóller und im nahe gelegenen Bergdorf Fornalutx viele verschiedene Events dazu. Die Restaurants stellen sich in dieser Zeit auch mit Ihren Gerichten darauf ein und präsentieren, was man mit der Südfrucht alles zaubern kann. Dazu gibt es traditionelle Musik, Verkaufsstände mit Marmeladen, Naschereien, Spirituosen, und ebenso Kochshows und Kunstdarbietungen.

Fiesta el Firó

Für Port de Sóller ist dies das wichtigste und auch das größte Fest des Jahres. An jedem zweiten Maiwochenende erinnert der Hafenort an die berühmte Schlacht um die Bucht im Jahr 1561. Dazu gibt es in dem ganzen Ort nicht nur eine riesige Party, sondern es wird am Strand und auf dem Wasser der damalige Kampf zwischen Angreifenden Korsaren und der mallorquinischen Bevölkerung nachgestellt.

Es ist ein tolles Spektakel, was man unbedingt einmal gesehen haben sollte. Alle Mitwirkenden haben historische Gewänder an und mit Hilfe von Pyrotechnik knallt und dampft es wie in einer richtigen Schlacht. Aber keine Angst, auch wenn es manchmal martialisch anzusehen ist, am Ende haben sich alle wieder lieb und es wird das restliche Wochenende gefeiert, getanzt und gelacht.

Fornalutx

Nördlich von Sóller liegt hoch oben ein weiteres sehenswertes Bergdorf auf Mallorca. Der kleine Ort Fornalutx hat jetzt zwar keine größeren Sehenswürdigkeiten, trotzdem ist das Dorf einen Besuch wert. Es zählt nämlich zu einem der schönsten und traditionellsten Dörfer von ganz Spanien. Zumindest hat es dafür schon mehrere Auszeichnungen erhalten. Die alten Mauern der Häuser, die engen Gassen und der herrliche Blick hinunter nach Sóller machen Fornalutx zu einer echten Perle auf der Insel.

Stauseen de Cúber und Gorg Blau

Fährst du von Fornalutx aus noch tiefer in das Gebirge hinein, gelangst du zu den wichtigsten Süßwasserreserven der Insel. Die beiden größten Stauseen de Cúber und Gorg Blau speichern den größten Anteil an Wasser, der zur Versorgung der Bewohner und Touristen nötig ist. Neben den beiden Seen ragt übrigens der Puig Major in den Himmel der Baleareninsel. Er ist mit 1445 Metern der höchste Berg von Mallorca.

Deià

Wenn man in südlicher Richtung durch das Tramuntana-Gebirge die Straße Ma-10 entlangfährt, kommt man im sogenannten Künstlerdorf von Mallorca vorbei. Hier in Deià haben sich über die vielen verschiedenen Zeitepochen immer wieder Schriftsteller, Maler, Künstler und bekannte Persönlichkeiten niedergelassen. Das Dorf soll, so behaupten es zumindest einige, den Leuten Inspiration und Einfälle für ihre Werke geliefert haben. Gut möglich, dass hier in der ruhigen und traditionellen Umgebung viele den nötigen Abstand zum sonst hektischen Inselleben bekommen. Unterhalb von Deià befindet sich mit der Cala Deià ein kleiner uriger Strand. Zu diesem kommst du über eine enge und Kurvenreiche Straße.


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