Mallorca Wochenrückblick vom 7. bis 12. September 2020

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Ein erneuter Lockdown beschäftigt derzeit die Menschen auf Mallorca. Allerdings betrifft es diesmal nicht die gesamte Insel sondern nur 4 Stadtviertel von Palma. Außerdem gab es diese Woche Neuigkeiten vom „Roten Blitz“ und der Kathedrale.

Dies und noch vieles mehr erfährst du hier in unserem Mallorca Wochenrückblick.

Parc de la Mar vor der Kathedrale von Palma de Mallorca
Der Parc de la Mar vor der Kathedrale von Palma.

Montag, 7. September 2020

Mit starken Unwettern in die neue Woche

Zu Beginn dieser Woche wurde es auf der Insel wieder ungemütlich, feucht und windig. Ein Unwetter, wodurch die Warnstufe Orange für Mallorca ausgerufen wurde, brachte heftige Regenfälle und starke Windböen. Besonders im Südwesten, in der Region um Calvià und Andratx, gab es durch große Niederschlagsmengen einige Überschwemmungen. So traten Sturzbäche über die Ufer und auch einige Straßen mussten gesperrt werden. Das Wasser im schönen Hafen von Port d‘ Andratx färbte sich durch den hineinfließenden Schlamm braun.

Auch in der Inselhauptstadt Palma gab es durch das Unwetter „Dana“ viele Probleme. Am Flughafen verzögerten sich einige Landungen, da durch die Wetterbedingungen einige Piloten Schwierigkeiten hatten ihren Vogel sanft zu landen. Die Promenadenstraße Paseo Marítimo am Hafen von Palma, war teilweise nicht passierbar. Wie bei jedem heftigen Regen, mussten auch diesmal wieder die Stadtstrände Cala Major, Can Pere Antoni und Ciutat Jardí wegen der Überforderung des Klärwerkes und den damit eingeleiteten Fäkalien ins Meer gesperrt werden.

Stadtstrand Cala Major von Palma de Mallorca
Der Strand Cala Major musste auch diesmal wieder wegen eingeleitetem Abwasser gesperrt werden.

Corona-Maßnahmen werden streng kontrolliert

Mallorca möchte so schnell es geht wieder Urlauber aus allen Ländern begrüßen dürfen. Dies ist aber nur zu schaffen, wenn es auf 100 000 Menschen nur 50 Corona-Infizierte gibt (auf mehreren aufeinanderfolgenden Tagen). Die Politik auf der Insel scheint ihre Hausaufgaben gemacht zu haben und erweiterte Ende August nochmals die strengen Maßnahmen zum Schutz vor dem Virus. Zum Beispiel wurde ein allgemeines Rauchverbot in der Öffentlichkeit ausgerufen. Ebenso wurde die Maskenpflicht auf die Promenaden ausgeweitet sowie eine Tragepflicht auf der Arbeit beschlossen. Zwischen 21 Uhr und 7 Uhr dürfen außerdem Parks und Strände nicht betreten werden.

Damit dies alles reibungslos umgesetzt wird, hat die Polizei auf der Insel nochmals seine Kontrollen verschärft. So werden in den Problemvierteln der Stadt Palma, wo es in letzter Zeit immer wieder Zusammenkünfte von größeren Jugendgruppen gab, mehr Streifen und Beamte eingesetzt. Die Strände werden am Abend teilweise aus der Luft mittels einem Hubschrauber kontrolliert. Die Inselregierung plant außerdem eine Überwachung der Menschen, die sich wegen einer Infizierung mit dem Corona-Virus in Quarantäne befinden.

Playa de Palma am Abend
Leere Strände am Abend. Auf Mallorca dürfen diese derzeit zwischen 21 und 7 Uhr nicht betreten werden.

Dienstag, 8. September 2020

Mallorca plant lokale Lockdowns

Ab diesem Dienstag kann das balearische Gesundheitsministerium lokale Regionen auf Mallorca und seinen Nachbarinseln einem Lockdown unterziehen. Besonders in Stadtvierteln und Gemeinden, wo es eine große Anzahl an Infektionen gibt, kann die Bewegungsfreiheit der Menschen zur Verhinderung einer Ansteckung eingeschränkt werden. Auch können nun auf Anordnung des Ministeriums, Restaurants und Bars sowie Geschäfte und Läden schneller geschlossen werden, wenn bestimmte Hygiene-Maßnahmen nicht umgesetzt werden können.

Wegen Coronavirus gesperrt
Gesperrt wegen Corona – so könnte es bald wieder für einige Orte auf der Insel heißen.

Ebenso besteht die Möglichkeit jederzeit Messen, Sportwettkämpfe oder weitere Großveranstaltungen kurzfristig abzusagen. Mit diesen Maßnahmen soll in Zukunft ein kompletter Lockdown der gesamten Insel verhindert werden, da es derzeit nur in einigen wenigen Stadtteilen (z.B. in Palma die Viertel Son Gotleu, Pere Garau oder auch Santa Maria del Camí) hohe Infektionszahlen gibt.

Spanien möchte über sichere Flugrouten verhandeln

Um den wirtschaftlichen Schaden für die Urlaubsinseln der Balearen und den Kanaren einzudämmen, plant die spanische Regierung in Madrid mit Ländern wie Deutschland, Großbritannien oder den skandinavischen Ländern in Verhandlungen über sichere Flugkorridore zu treten. Dies sagte die Außenministerin Arancha González Laya bei einem Besuch in Italien den anwesenden Pressevertretern. „Die Touristenströme müssen so schnell wie möglich wieder zum Fließen gebracht werden“, so die Politikerin.

Sie betonte außerdem, dass gerade der britische Weg, die Reisewarnungen nicht nach gesamten Ländern sondern je nach Region und Fallzahlen unterschiedlich zu handhaben, ein Weg in die richtige Richtung sei. Auch sollte es das Ziel sein, dass Mallorca-Urlauber nach der Heimkehr nicht in Quarantäne müssen. Dies ist und bleibt aber abhängig von den Infektionsraten auf der Insel.

Flugzeug Landeanflug
Die spanische Regierung will mit einigen Ländern über sichere Flugrouten verhandeln.
Photo by Pixabay on Pexels.com

Mittwoch, 9. September 2020

Online-Petition gegen deutsche Reisewarnung

Gegen die deutsche Reisewarnung für ganz Mallorca sammelt eine Online-Petition derzeit Unterschriften, um eine neue Beurteilung durch die deutsche Bundesregierung zu erreichen. Dabei geht es aber nicht darum Corona und den zum Teil schweren Krankheitsverlauf zu leugnen, sondern es soll damit erreicht werden, dass man Regionen auf der Insel ohne Corona-Fälle als sicher freigibt. Nachweislich ist es nämlich in den Urlaubshochburgen der Insel, auch durch die hervorragende Umsetzung hygienischer Maßnahmen in den Hotels, zu keiner Infektion von Touristen gekommen.

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Knapp ein Drittel der Hotels noch geöffnet

Laut der Hotelvereinigung FEHM haben noch 28 Prozent der Hotels auf Mallorca geöffnet. Diese 230 Herbergen sind in etwa die Anzahl an Häusern, wie man sie auch in der Nebensaison im Winter vorfindet. Besonders in der Inselhauptstadt Palma, an der Playa de Palma, in Cala d‘ Or oder auch an der Playa de Muro begrüßen weiterhin Hotels die wenigen Gäste. Der Hotelverband hofft auf eine schnelle Aufhebung der Reisewarnung und das die Mallorca-Fans ab dem Oktober ihre Reisen nachholen werden. Einige Hotels wollen dann spontan entscheiden, ob sie in diesem Jahr noch einmal ihre Pforten öffnen oder alles auf eine erfolgreiche Saison im nächsten Jahr setzen.


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Donnerstag, 10. September 2020

Lokaler Lockdown für Stadtviertel von Palma

Das Gesundheitsamt und die Stadtverwaltung von Palma machen Ernst im Kampf gegen die in manchen Vierteln steigenden Corona-Zahlen. Seit Freitag 22 Uhr dürfen die Einwohner der Stadtviertel Son Gotleu, Son Canals, Can Capes sowie Soledat Nord ihre Gebiete nicht mehr ohne einen wichtigen Grund verlassen. Ausgenommen sind Wege zur Arbeit, zur Schule oder auch Arztbesuche. In den genannten Bezirken sind die Infektionen dreimal so hoch wie in anderen Gegenden auf der Insel. Geht es nämlich nach den Durchschnittszahlen, ist die Insel bei der sogenannten „7-Tage-Inzidenz“ mit einem Wert von 35,76 auf einem sehr guten Weg. Der Lockdown soll zunächst für 15 Tage gelten.

Außerdem sind in den betroffenen Vierteln Zusammenkünfte von mehr als 5 Personen verboten. Restaurants und Bars dürfen nur noch maximal 50 Prozent der möglichen Gäste in ihre Lokale hinein lassen und müssen schon um 22 Uhr schließen. Fitnessstudios dürfen in den nächsten 15 Tagen überhaupt nicht mehr öffnen. Auch werden die Straßen wieder regelmäßig desinfiziert.

Nach 6 Monaten wieder Schulbetrieb auf den Balearen

Nach langen 6 Monaten haben die Schulen nun wieder geöffnet. Foto von Pixabay von Pexels

Am Donnerstag startete auf den Balearen das neue Schuljahr. Dies bedeutet für die Kinder und Jugendlichen nach 6 langen Monaten eine Rückkehr zur Normalität. Allerdings werden sie sich an einige Neuerungen gewöhnen müssen. So ist es an jedem Morgen Pflicht, dass die Eltern bei ihren Sprösslingen Fieber messen. Ab einer Temperatur von 37,5 Grad dürfen sie die Schule nicht betreten. Auch ist in den Gebäuden das Tragen einer Maske für alle Pflicht. Die einzelnen Klassen wurden auf 20 Kindern begrenzt.

Auf die Lehrer und Schulleiter wartet außerdem eine organisatorische Herausforderung, da die verschiedenen Klassenstufen zu unterschiedlichen Zeiten den Tag beginnen. Ab der 9. Klasse darf jede Einrichtung selbst entscheiden, ob sie die Schüler per Präsenzunterricht oder mittels Online-Angeboten unterrichtet.


Freitag, 11. September 2020

„Roter Blitz“ fällt bis Oktober aus

Auch für die Bahngesellschaft „Ferrocarril de Sóller“ war es bisher kein gutes Jahr. Fehlende Touristen sorgten für deutliche Einnahmeverluste. Durch den Wirbelsturm Ende August sind zudem noch Schäden an der Strecke vom „Roten Blitz“ entstanden. Besonders in der Gegend um Bunyola sind Oberleitungen und Schienen beschädigt worden. Obwohl man zuerst gehofft hatte, alles innerhalb von zwei Wochen in Ordnung zu bringen, dauert es nun doch bis in den Oktober hinein. Etliche Bäume müssen zusätzlich gefällt werden, da sie beim nächsten Sturm auf die Strecke stürzen könnten. Der beliebte historische Zug von Palma nach Sóller fällt daher noch einige Wochen aus.

Historische Eisenbahn "Roter Blitz" auf Mallorca
Bis mindestens Oktober außer Betrieb, die historische Eisenbahn „Roter Blitz“.

Aber auch in anderen Gegenden des Tramuntanagebirges haben umfangreiche Forst- und Aufräumarbeiten begonnen. Durch den Sturm sind schätzungsweise 300 000 Bäume auf einer Fläche von 736 Hektar betroffen. Doch es sollen in den am stärksten betroffenen Gemeinden (Valldemossa, Esporles und Banyalbufar) nicht nur die Waldschäden in Ordnung gebracht werden, sondern gleichzeitig auch Arbeiten durchgeführt werden um das Waldbrandrisiko in Zukunft zu verringern. Die Kosten belaufen sich auf etwa 280 000 Euro.


Samstag, 12. September 2020

Palma-Kathedrale ist mehr als 50 Jahre älter als gedacht.

Man könnte glauben, heutzutage wäre schon fast alles erforscht. Das es aber auch über historische Bauten immer wieder neue Erkenntnisse geben kann zeigt derzeit eine Doktorarbeit des mallorquinischen Wissenschaftlers Miquel Ballester. Er datiert nämlich den Ursprung der Kathedrale von Palma nicht auf das Jahr 1309, sondern schon auf über 50 Jahre früher. So soll nämlich schon die sich damals dort befindliche muslimische Mosche die Ausrichtung und die Bodenabmessung der Kathedrale vorweggenommen haben. Dafür untersuchte er mehrere Bereiche des Gotteshaus, so zum Beispiel das Hauptportal, die drei Kirchenschiffe und die Seitenkapellen.

Es kann daher nach den neuen Forschungsergebnissen davon ausgegangen werden, dass mit dem Bau von „La Seu“ schon nach der Rückeroberung der Insel durch den Christen Jaume im Jahr 1229 begonnen wurde.

Das Hauptwahrzeichen von Palma de Mallorca, die Kathedrale "La Seu"
Die Palma-Kathedrale „La Seu“ ist nach neuesten Forschungsergebnissen älter als gedacht.

Recherche-Quellen: Mallorca-Magazin, Inselradio, Mallorca-Zeitung,


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