Mallorca Wochenrückblick vom 6. bis 11 Juli 2020

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Alle wichtigen Mallorca News von deiner Lieblingsinsel.

Ab dem kommenden Montag ist auf Mallorca und den gesamten Balearen eine generelle Maskenpflicht geplant. Aus diesem Grund stornieren einige schon ihre Reise. Ob du die Maske auch am Strand tragen musst und was es sonst noch Neues von der Insel gibt, erfährst du alles in unserem Mallorca Wochenrückblick.

Strand Cala Millor auf Mallorca
Am Strand von Cala Millor (Picture by Dream of Mallorca)

Montag, 6. Juli 2020

Erdbeben auf Mallorca und keiner bekommt es mit

Wie feinfühlig und genau unsere Erde mittlerweile untersucht wird, konnte man jetzt wieder bei einem kleinen Erdbeben auf Mallorca erfahren. Denn als am Sonntag gegen 19:30 in der Inselmitte die Erde bebte, konnte dies nur durch die wissenschaftlichen Seismographen erkannt werden. Selbst die Anwohner im „Epizentrum“ des Ortes Mentuïri wunderten sich auf Nachfragen der örtlichen Polizei. Niemand hatte etwas bemerkt und es gab keinerlei Schäden. Mit 2,2 auf der Richterskala war es auch nur ein sehr kleines Beben. Im Februar hatte es in der Gegend um Petra schon ein ähnliches Ereignis gegeben (wir berichteten in unserem Wochenrückblick). Auf Mallorca sind diese Naturphänomene allerdings sehr selten. Meisten sind diese dann sehr schwach und richten kaum Schäden an. Das letzte große Erdbeben liegt fast 170 Jahre zurück. Damals im Jahr 1851 bebte die Erde mit einem Wert von 5,5 auf der Richterskala.

Wilde Partys und Saufgelage beschäftigen die Behörden

Durch die vielen geschlossenen Bars und Diskotheken werden einige Partyfreunde auf der Insel kreativ. Leider sind diese Aktivitäten, die derzeit auf Mallorca vor sich gehen, alles andere als legal. Noch dazu gibt es durch die nicht genehmigte Partys oder den privaten Saufgelagen im öffentlichen Raum eine große Gefahr, dass sich die Fallzahlen durch das Corona-Virus auf der Insel wieder erhöhen. Die Polizei hat derzeit alle Hände voll zu tun und führt mittlerweile jede Nacht groß angelegte Kontrollen durch. So wurden allein am letzten Wochenende über 300 Personen mit einem Bußgeld belegt.

Es geht aber nicht nur um Treffen großer Cliquen in den verschiedenen Gewerbegebieten auf der Insel, sondern auch um privat organisierte Pool-Partys oder Diskoveranstaltungen auf abgelegenen Grundstücken. Das daran sogar windige Geschäftemacher Geld verdienen, zeigen die Bekanntmachungen im Internet. Dort werden zu diesen Events sogar Eintrittskarten verkauft. Aber auch die Lokale die öffnen dürfen stehen unter erhöhter Beobachtung. Denn derzeit dürfen nur Geschäfte mit einer maximalen Kapazität von 300 Gästen öffnen. Getanzt werden darf dabei aber nicht und ab 22 Uhr ist der Alkoholausschank verboten. Das sich nicht alle daran halten zeigt ein Fall aus Portals Nous. Dort wurden in einem Lokal viel zu viele Besucher hineingelassen und es wurden keinerlei Sicherheitsabstände eingehalten.

Ballermann 6 an der Playa de Palma
Die größte Partymeile auf der Insel bleibt weiterhin geschlossen. Das lässt einige kreativ werden.

Dienstag, 7. Juli 2020

Beliebte Wanderhütten ab September wieder zugänglich

Pünktlich zur Wandersaison sind ab September die beliebten Wanderhütten auf Mallorca wieder buchbar. Durch die Corona-Krise waren nämlich auch die Unterkünfte für alle Freunde von Stock und Stein geschlossen worden. Wenn du Interesse an einer Übernachtung hast, musst du diese aber im Internet buchen. Einfach auf eigene Faust losziehen und dann Abends ohne Anmeldung einkehren ist nicht möglich. Leider ist die entsprechende Seite des Inselrates nur in spanischer oder katalanischer Sprache verfügbar. HIER kommst du direkt zu ihr. Insgesamt werden sieben Hütten vom Inselrat betrieben. Dazu kommen noch 12 Übernachtungsmöglichkeiten in Verwaltung durch die Landesregierung und noch einige von privat zur Verfügung gestellte Hütten. Die Ausstattung variiert stark. Du solltest nicht allzu große Ansprüche haben.

Touristenkutschen sollen verboten werden

Man kennt sie aus vielen Großstädten, um den Touristen eine unvergessene Stadtrundfahrt unter freien Himmel zu bieten. Die Rede ist von den Pferdekutschen, die viele Besucher zu den Highlights der Stadt bringen und ein besonderes Flair vermitteln. Das jedoch die Tiere oftmals unter sehr schlechten Bedingungen gehalten werden und teilweise über 12 Stunden im Einsatz sind, darüber machen sich leider die wenigsten Gedanken. Wenn es dann noch täglich über 35 Grad sind und es zu wenig Schatten- und Trinkplätze gibt, wird es für die Pferde schon lebensbedrohlich.

Eine Tierschutzorganisation hat jetzt über 120 000 Unterschriften gesammelt um diesen Treiben in Mallorcas Hauptstadt Palma ein Ende zu bereiten. Schon in den letzten Jahren hatte es durch vereinzelte Hitzekollapse von Pferden im Anschluss ebenso hitzige Diskussionen über den Sinn solcher „Attraktionen“ gegeben. Auch durch den Verkehr einer Großstadt kommt es jeden Sommer zu heiklen Situationen zwischen den Tieren und den Fahrzeugen. Die Unterschriften werden nun der Stadtverwaltung übergeben. Ein Verbot ist allerdings nicht so einfach umzusetzen, da die Kutscher über bestehende Lizenzen für mehrere Jahre verfügen.

Die Kathedrale von Palma de Mallorca
Auch rund um die Palma Kathedrale sind die Kutschen unterwegs, die laut einer Tierschutzorganisation verboten werden sollen.

Mittwoch, 8. Juli 2020

Erster Balearen-Urlauber positiv auf Corona getestet

Die Gefahr war von Anfang an da. Mit der Entscheidung, die Balearen wieder für den ausländischen Reiseverkehr zu öffnen war jedem auch klar, dass es durch die vielen Gästen wieder zu Neuinfektionen kommen könnte. Auf Menorca, der benachbarten Insel von Mallorca, ist nun erstmalig ein Tourist positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Es handelt sich dabei um einen spanischen Touristen, der vom Festland auf die Insel gereist war. Da er schon zwei Tage nach seiner Ankunft typische Symptome zeigte, muss er schon bei der Einreise infiziert gewesen sein. Seine Begleiter und er wurden jetzt in der angemieteten Ferienwohnung unter Quarantäne gesetzt.

Auch der spanische Gesundheitsminister, Salvador Illa, äußerte sich in dieser Woche sehr besorgt über die wieder ansteigenden Infektionszahlen im Land. In einigen Regionen auf dem Festland, wurden neue Quarantäneanordnungen getroffen. Die Balearen fühlen sich aber für die kommenden Herausforderungen gewappnet. So sei das Beobachtungsnetz sehr gut organisiert und man könne sehr schnell reagieren. Aktuell (Stand Freitag 10. Juli) sind auf der Inselgruppe 134 Personen infiziert, wobei fast 80 Prozent gar keine bzw. nur sehr geringe Symptome haben. Da deren Umfeld auch genauer unter die Lupe genommen wird, stehen derzeit 480 Personen unter genauerer Beobachtung.

Strand von Cala Millor wieder voll nutzbar

Obwohl der Strand nach den Verwüstungen durch die letzte Sturmflut im Februar diesen Jahres wieder hergerichtet wurde, fehlte doch noch etwas entscheidendes in Cala Millor. Denn durch den Streit der zuständigen Gemeinde Sant Llorenç mit möglichen Betreiberfirmen, konnte man bisher weder schattige Plätze unter Sonnenschirme genießen noch Liegen anmieten. In dieser Woche wurden diese aber endlich aufgestellt. Zwar viel weniger als bisher (etwa nur ein fünftel), jedoch werden diese bei einer Hotelauslastung im Ort von derzeit 30 bis 40 Prozent vorerst ausreichen. Das es nicht mehr Liegen und Schirme sind liegt außerdem daran, dass die Gemeinde in diesem Jahr letztendlich den Strand selbst betreibt und man sich in Zeiten von Corona an gewisse Sicherheitsabstände halten muss.

Strand von Cala Millor
So voll wird es am Strand von Cala Millor in diesem Jahr definitiv nicht werden

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Donnerstag, 9. Juli 2020

Mallorca und die Balearen wollen Maskenpflicht einführen

Bisher wurden die Menschen und Touristen auf den balearischen Inseln von einer generellen Maskenpflicht verschont. Nur in öffentlichen Gebäuden oder wenn ein Mindestabstand von 1,50 Meter nicht eingehalten werden konnte, musste eine solche getragen werden. Dies wird sich jedoch voraussichtlich ab der kommenden Woche ändern, denn die Balearenregierung will genauso wie in der Region Katalonien auf dem spanischen Festland, dass alle Personen außerhalb der eigenen Wohnung eine Maske tragen. Im Gegensatz zur letzten Regelung, werden die bestehenden Ausnahmen weiter minimiert. So darf zwar am Pool oder am Strand die Maske abgenommen werden, in den Bars und Restaurants gilt dies aber dann nur während der Aufnahme von Speisen und Getränken. Ausgenommen sind auch Arbeitsstellen, die keinem Publikumsverkehr unterliegen und wo generell ein Mindestabstand von anderthalb Meter sicher eingehalten werden kann.

Auch die Personenzahl bei privaten Treffen oder Feiern werden weiter begrenzt. So dürfen unter freiem Himmel maximal nur 70 Leute zusammenkommen (in geschlossenen Räumen 30). Bei Hochzeiten gilt eine Obergrenze von 250 (bzw. 150). Selbst im privaten Fahrzeug muss in Zukunft eine Maske getragen werden, wenn die Insassen aus unterschiedlichen Haushalten stammen. Kleinkinder unter 6 Jahren sowie Menschen mit Atemwegserkrankungen sind weiterhin vom Tragen eines Gesichtsschutzes ausgenommen.

Wo Regierungen neue Sachen beschließen, sind natürlich auch die Kritiker nicht weit. Und so gibt es auch in diesem Fall Befürworter und Gegner. Von letzteren gibt es bezüglich einer generellen Pflicht heftigen Gegenwind. Der Hotelverband FEHM meldet sogar erste Stornierungen von Übernachtungen auf der Insel. Vielleicht auch ein Grund, warum die Balearen-Regierung die geplante Umsetzung noch nicht in ein Gesetzestext verankert hat. Geplant war ursprünglich, dass ab dem kommenden Montag (13. Juli) die Maskenpflicht eingeführt wird. Das diese kommen wird, unterstreicht auch eine schon gestartete Kampagne, die den Menschen die neuen Regeln mitteilt. Laut der balearischen Ministerpräsidentin, Francina Armengol, ist dieser Schritt ein weiterer wichtiger, um die Pandemie einzudämmen und die Infektionszahlen zu minimieren. „Man werde nicht alles aufs Spiel setzen, was mit wirtschaftlichen und persönlichen Opfern erreicht wurde“, so die Regierungschefin.

Frau mit Gesichtsmaske gegen Corona
Ein ständiges tragen der Maske! Dies planen die Balearen ab der kommenden Woche. (Photo by Anna Shvets from Pexels)

Freitag, 10. Juli 2020

Mietwagen zurück auf der Insel

Wenn du in den letzten Tagen spontan in deinem Urlaubsort einen Mietwagen gebucht hattest, konnte es passieren, dass du trotz gültigen Online-Voucher bei dem Rent-Büro vor verschlossener Tür standest. Der Grund dafür war, dass es noch nicht genügend Fahrzeuge gab. Die Mietwagenfirmen hatten mit dem Einsetzen der Corona-Pandemie ihre Fahrzeuge größtenteils auf das spanische Festland zurückgebracht oder erst gar keine neuen Autos für diese Saison zugelassen. Ursprünglich hatte man nicht damit gerechnet, dass es in diesem Jahr überhaupt noch einmal so etwas wie eine Saison geben könnte. Durch die gestiegene Nachfrage reagieren sie aber jetzt. Derzeit sind sie damit beschäftigt, über 30 000 Fahrzeuge wieder zurück nach Mallorca zu bringen. Du wirst also bald wieder wie gewohnt eine große Auswahl an Autos vorfinden um deine Lieblingsinsel zu erkunden.

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Palma begrenzt „Fassungsvermögen“ der Strände

Die Stadt Palma nimmt es mit den Besucherzahlen der Strände ganz genau. Man hat nämlich jetzt festgelegt, dass jede einzelne Person 7 Quadratmeter zur Verfügung haben muss, um die Mindestabstände an den Stadtstränden (Playa de Palma, Cala Major, Can Pere Antoni, Ciutat Jardí, und Cala Estància) einzuhalten. Damit hat man die maximal erlaubte Obergrenze nochmals halbiert. Dabei geht man allerdings von zwei Szenarien aus. In dem einen sind überwiegend Einzelpersonen am Strand, in dem anderen gibt es überwiegend Gruppen die einen gemeinsamen Tag am Meer verbringen.

Wie das ganze kontrolliert werden soll ist noch relativ schleierhaft. So gibt man zum Beispiel für die Playa de Palma im ersten Fall eine maximale Obergrenze von 15 771 Menschen und im zweiten Fall eine Obergrenze von 27 600 Personen (innerhalb einer Gruppe muss der Mindestabstand nicht eingehalten werden) an. Vorerst sollen die Rettungsschwimmer die Lage im Auge behalten und gegebenenfalls die Lokalpolizei verständigen, wenn es zu voll werden sollte.

Playa de Palma
An der beliebten Playa de Palma sind in Zukunft nur eine begrenzte Anzahl an Badegästen erlaubt.

Samstag, 11. Juli 2020

Mallorca Stornierungen wegen Maskenpflicht

Der zarte Aufschwung des Tourismusgeschäftes auf den Balearen und besonders auf Mallorca, wird wohl durch die geplante Maskenpflicht zunichte gemacht. Wie aus Kreisen einiger Reiseveranstalter und Hotelverbände zu hören ist, gibt es seit der Ankündigung der verschärften Maßnahmen eine große Anzahl an Stornierungen. Viele Urlauber möchten nicht beim Stadtbummel oder in Restaurants (wenn sie nicht gerade die Speisen zu sich nehmen) einen Gesichtsschutz tragen. Ein richtiges Urlaubsfeeling wäre so kaum möglich. Verschiedene Hotel- und Gastronomieverbände kritisieren das Vorhaben der Balearenregierung scharf.

Obwohl besonders die Balearen sich sehr intensiv mit dem Thema Urlaub und Tourismus in Zeiten von Corona auseinandergesetzt haben, hat man nun den Eindruck, dass die Lage alles andere als sicher sei. Der zuletzt lange Alarmzustand in Spanien hat schon viele kleine Betriebe in die Pleite getrieben. Es ist wirklich keine einfache Entscheidung. Ein erneuter Ausbruch würde genauso schaden, wie eine Verschärfung der Sicherheitsmaßnahmen. Wir sind gespannt, wie die Balearenregierung entscheiden wird und halten dich über den Wochenrückblick sowie unserer Facebook– und Instagramseite auf dem Laufenden.

Tramuntanagebirge auf Mallorca in der Nähe von Sóller
Diese schöne Mallorca-Landschaft mit Maske besuchen? Viele Urlauber lehnen das ab und stornieren dann lieber ihre Reise.

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