Mallorca Wochenrückblick vom 6. bis 11. April 2020

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Alle wichtigen Mallorca News von deiner Lieblingsinsel.

Auf Mallorca gab es in dieser Woche unter anderem Überlegungen, wie man den wirtschaftlichen Schaden durch das Corona-Virus begrenzen kann. Unsere Mallorca News beschäftigen sich aber auch mit den positiven Auswirkungen auf die Natur.

Cala Mesquida Mallorca
Cala Mesquida.
Foto: (C) Dream of Mallorca

Montag, 6. April 2020

Regierungshilfen gegen Pleitewelle?

Die Straßen leer, die Restaurants geschlossen und die vielen Hotels nur noch leblose Betonklötze. In Wochen wo sonst die Insel die Tore zur Hauptsaison öffnet, steht das Leben derzeit still. Einnahmeverluste in Milliardenhöhe prognostizieren die Experten (wir berichteten in unserem letzten Wochenrückblick). Fehlende Gelder die wohl auch mit einer Verlängerung der Saison bis hinein in den November kaum noch herauszuholen sind. Auch auf Mallorca drohen viele Unternehmen Pleite zugehen.

Natürlich sind die Maßnahmen gegen das Virus notwendig und die Inselbewohner halten sich auch größtenteils daran. Dadurch konnte auf den Balearen die Situation unter Kontrolle gebracht und ein großer Ausbruch vermieden werden. Der Blick geht trotzdem schon in Richtung Zukunft. Die balearische Ministerpräsidentin Francina Armengol fordert deshalb nun eine umfassende Unterstützung des Tourismus durch die spanische Zentralregierung. In einer Videokonferenz mit dem spanischen Ministerpräsidenten betonte sie nochmals, dass der Tourismus die Wirtschaftsgrundlage der Inseln darstellt. Doch nicht nur Betriebe und Unternehmen sollen durch einen speziellen Förderplan unterstützt werden, sondern auch Arbeitnehmer und Solo-Selbstständige.

Über welche Höhe man bei der Förderung sprechen muss ist aber zum jetzigen Zeitpunkt noch völlig unklar. Der Alarmzustand gilt spanienweit noch bis zum 26. April. Ob es schon vorher zu Lockerungen kommen wird, entscheiden die Behörden anhand der Corona-Fallzahlen. Bis aber der Tourismus wieder richtig in Schwung kommt, wird es dann noch einige Wochen dauern.

Werden die Strände auch in diesem Jahr wieder voll? Ohne Unterstützung wird es wohl nicht gehen.
Foto: (C) Dream of Mallorca

Dienstag, 7. April 2020

Hohe Verluste, Hotels fordern Steuererlass

Seit auf Mallorca und den restlichen Baleareninseln der Alarmzustand ausgerufen wurde, belaufen sich die Wirtschaftsverluste derzeit auf etwa 335 Millionen Euro. Experten prognostizieren im Hinblick auf die derzeitig bis zum 26. April andauernde Ausgangssperre, dass die Inseln in eine Rezession fallen werden. Der Hotelverband der Playa de Palma fordert deshalb von den Gemeinden Palma und Llucmajor eine Aussetzung der Steuerzahlungen. Konkret geht es um die Grundsteuer, den Abfall- und Abwassergebühren sowie der Gemeindesteuer. Diese Kosten fallen derzeit trotz geschlossenen Hotels und Restaurants an. Sollten die Steuern auch während der Krise weiter bezahlt werden müssen, so wird es laut der Hotelvereinigung einige der betroffenen Unternehmen nach Corona nicht mehr geben.

Und wieder eine Mallorca-Airline weniger

Air-Berlin, Germania und nun auch Germanwings. Hat bei den erstgenannten Fluggesellschaften ein schlechtes wirtschaften zum Aus geführt, ist es bei letzterer die Corona-Krise. Die Konzernmutter Lufthansa hat entschieden, den Betrieb von Germanwings einzustellen. Damit verschwindet ein weiterer Low-Coast-Anbieter vom Markt der Flüge nach Mallorca angeboten hatte. Laut den Konzernangaben ist dies eine von vielen Maßnahmen die in den nächsten Monaten wegen dem teilweise weltweit eingestellten Flugbetrieb nötig werden. So rechnet Lufthansa damit, dass es noch Monate dauern wird bis alle Reisebeschränkungen wieder aufgehoben sind. Man vermutet sogar, dass es Jahre dauern wird, bis der Flugverkehr wieder auf dem Niveau vor Corona ist.

Flughafen Palma de Mallorca
Der Flughafen von Palma wird in Zukunft von (mindestens) einer Fluglinie weniger angeflogen.
Foto: (C) Dream of Mallorca

Mittwoch, 8. April 2020

Uneinigkeit über Länge des Alarmzustandes

Das sich Regierungspolitiker oftmals nicht einig sind und gern vor laufenden Kameras zu jedem Thema ihre Meinung abgeben ist auch in Spanien gang und gebe. In Sachen Ausgangssperre und Corona-Pandemie sollte man den Menschen aber nicht unnötig Hoffnung machen sondern in einer Sprache sprechen. So gab es nun Aussagen von der spanischen Finanzministerin (María Jesús Montero), dass ab dem 26. April es zu Lockerungen der Regeln kommen könnte. Der Transportminister (José Luis Ábalos) hatte sich sogar so weit hervor gewagt, dass man schon nach dem Osterwochenende vieles zurück in die Normalität führen könnte. Diesen Aussagen stehen aber im Gegensatz zu der Meinung von Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez. Dieser betonte vor dem Parlament, dass es auch nach dem 26. April nötig wäre diesen Zeitraum nochmals zu verlängern. Außerdem müsse sich das Land an eine neue Normalität gewöhnen bis ein Impfstoff gegen das Virus entwickelt wurde.

Natur freut sich über keine Menschen

Eine Welt ohne Menschen. Ein verrückter Gedanke aber für die Natur und der Tierwelt eigentlich kein Problem. Dies wird nun besonders deutlich, seit es weltweit die Ausgangs- und Reisebeschränkungen gibt. Auch auf Mallorca erholt sich die Natur und atmet derzeit tief durch. So ist das Wasser vor allem im Hafen von Palma so klar wie sonst nie. Kristallklar anstatt trüb und aufgewühlt. Auch die Meeresbewohner kommen der Küste immer näher. In der Bucht von Palma werden jetzt immer öfters Delfine gesehen, die sich weit in Richtung Land trauen. Auch in Port d‘ Alcúdia, Port de Pollença und Portocolom schwimmen die Meeressäuger in weniger flachen Gewässer, da sie von Booten und Menschen nicht gestört werden. Schon in unseren letzten Mallorca News hatten wir berichtet, dass die Luft über den Balearen aktuell so sauber ist wie noch nie in den vergangenen Jahrzehnten.

Palma Bucht Strand Mallorca
Saubere Luft und klares Wasser in der Bucht von Palma. Die Natur profitiert von den Reisebeschränkungen.
Foto: (C) Dream of Mallorca

Donnerstag, 9. April 2020

Das Ende einer Geisteryacht

Die Geschichte schien kein Ende zu nehmen. Eine Yacht wird durch einen Sturm aus der Verankerung gerissen und an Land gespült. So geschehen vor einem Jahr an der Küste von Palmanova. Seitdem gehört sie fast schon zum normalen Bild des Strandes Platja de Son Maties. Mittlerweile wurde sie aber von Vandalen in einen traurigen Zustand gebracht und mit Graffitis verunstaltet. Der Besitzer hatte bisher keinen Finger gekrümmt sein Eigentum zu entfernen. Nun wird die zuständige Gemeinde Calvià aktiv und will in der kommenden Woche die Yacht entfernen lassen. Die Kosten werden dem Besitzer in Rechnung gestellt. Stellt sich uns nur die Frage: Warum nicht gleich so?

Zehntausende Fahrzeuge stehen still

Die Corona-Krise macht derzeit auch den Mietwagenfirmen enorm zu schaffen. Denn mit der Kfz-Versicherung und der Kfz-Steuer fallen trotzdem weiterhin Kosten an. Außerdem sind die Wagen meistens nur für eine Saison geleast. Die Vermieter verhandeln daher mit den Herstellern über eine Rücknahme der Autos um wenigstens die monatlichen Raten einsparen zu können. Auf den Balearen gibt es schätzungsweise über 70 000 Fahrzeuge. Der Mietwagenverband befürchtet nun unter seinen Mitgliedern eine große Pleitewelle.

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Derzeit werden keine Mietwagenschlüssel übergeben. 70 000 Fahrzeug stehen still.
Foto: (C) pexels.com

Freitag, 10. April 2020

Verstärkte Kontrollen zu Ostern

Das lange Osterwochenende ist da und alle fragen sich: Werden sich die Menschen an die Ausgangsbeschränkungen halten? Die Behörden wollen auf Mallorca auf alle Fälle die Maßnahmen und deren Einhaltung durchsetzen. Wegen dem schönen Wetter beabsichtigt man besonders die Zufahrtsstraßen zu den beliebten Stränden zu kontrollieren. Täglich werden derzeit etwa 7000 Personen und 6500 Fahrzeuge kontrolliert. Personen die mehrmals aufgegriffen werden und gegen die Regeln verstoßen droht vorübergehende Haft. Alle erlaubten und unerlaubten Dinge während der Ausgangssperre sind >> HIER << für dich zusammengefasst.

Geld oder Gutscheine bei ausgefallenen Flügen?

Wurde dein Urlaub oder der nächste Flug auch schon storniert? Die Fluggesellschaften haben darauf überwiegend mit Gutscheinen reagiert. Dieses Vorgehen rügt aber jetzt die Europäische Union. Die Airlines müssen entweder den Geldbetrag erstatten oder den gleichen Flug an einem anderen Tag anbieten. Gutscheine können nur mit dem Einverständnis der Passagiere ausgegeben werden. Dies ist ein klares Zeichen von Seiten der EU. Auch wenn die Airlines durch die weltweiten Reisebeschränkungen enorm unter Druck stehen, müssen sie sich an die Verbrauchergesetze halten.

Flugzeuge Airport Terminal
Derzeit müssen die meisten Flugzeuge am Boden bleiben. Passagiere haben aber das Recht auf eine Rückzahlung im Fall einer Stornierung.
Foto: (C) pexels.com

Samstag, 11. April 2020

Aktuelle Corona-Zahlen für die Balearen

Aktuell (Stand 11. April 2020) gibt es auf den Balearen insgesamt 102 Todesfälle durch das Corona-Virus. Offiziell gelten 1507 Menschen als infiziert. Laut Aussagen des balearischen Gesundheitsministeriums rechnet man aber damit, dass die Zahlen lediglich 15 bis 20 Prozent der tatsächlich Infizierten ausmacht. Einige Experten sind sogar der Meinung, dass die Dunkelziffer bei etwa 80 000 Menschen auf den Baleareninseln liegt. Auch wenn im Internet verschiedene Theorien kursieren, die die Gefährlichkeit des Virus herunterspielen, so machte die Weltgesundheitsorganisation in dieser Woche deutlich, dass die Sterberate durch Covid-19 zehnmal mal höher ist als bei einer Grippe.

Die Hälfte der Hotels gibt die Saison schon auf

Viele Hotels auf den Balearen rechnen anscheinend nicht mehr damit, dass die Hauptsaison in diesem Jahr möglichst bald beginnen kann. Laut der Hotelvereinigung FEHM wollen 50 Prozent der Häuser in dieser Saison überhaupt nicht mehr öffnen und konzentrieren sich mit ihren Investitionen lieber auf das nächste Jahr. Sollten die Beschränkungen im Rahmen der Corona-Krise doch noch zeitnah beendet werden, wolle man flexibel auf die Situation reagieren. Für die Hotels geht es laut den Aussagen der Hotelvereinigung derzeit nur noch darum irgendwie liquide zu bleiben.

Strand Cala Major Mallorca
Die Hotels auf Mallorca rechnen teilweise mit einem Totalausfall für diese Saison.
Foto: (C) Dream of Mallorca

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