Mallorca Wochenrückblick vom 5. bis 11. Oktober 2020

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Auf Mallorca waren in dieser Hauptsaison wegen der Corona-Krise kaum Urlauber. Wie schlimm es die Insel dabei getroffen hat, belegen nun Zahlen, die das spanische Statistikamt in dieser Woche veröffentlicht hat. Und auch wenn manche Lokale nun wieder öffnen dürfen, schaut besonders die Gastro-Branche einer düsteren Zukunft entgegen.

Diese und viele weitere interessante Neuigkeiten bekommst du in unserem Mallorca-Wochenrückblick.

Die kleine Bucht Cala Gat in der Nähe des Ortes Cala Ratjada.
Die traumhaft schöne Cala Gat beim Ort Cala Ratjada – (C) Dream of Mallorca

Corona-Krise sorgt für heftigen Urlauberschwund

Das die Tourismusbranche auf den Balearen besonders unter den Folgen der Corona-Krise zu leiden hat ist offensichtlich, die in dieser Woche vom Statistikamt INE veröffentlichten Zahlen erschrecken aber trotzdem. Denn von Januar bis einschließlich August haben 85 Prozent weniger Menschen die Inseln Mallorca, Ibiza, Formentera, Menorca und Cabrera besucht. Wo im gleichen Zeitraum 2019 noch 10,1 Millionen Besucher kamen, sind es in diesem Jahr gerade einmal 1,4 Millionen Urlauber gewesen. Ein wenig besser sind die Zahlen für ganz Spanien, hier waren es „nur“ 73 Prozent weniger.

Obwohl sich die Lage nach dem Lockdown vom Frühjahr in den ersten Sommermonaten ein wenig entspannt hatte, sorgten Quarantänemaßnahmen für Reiserückkehrer in Großbritannien oder die Reisewarnung aus Deutschland für ein fast komplettes Erliegen der Urlaubsregion. Im sonst stärksten Monat August, wo sich im letzten Jahr noch 2,3 Millionen Touristen aufhielten, waren es in diesem Jahr nur noch rund 450 000 Urlauber.

Parkplatz mit Palmen am Flughafen von Palma de Mallorca
Am Flughafen von Palma war in diesem Sommer genauso wenig los wie im Winter.

Der Ausblick für den Winter und der Nebensaison ist ebenso düster. Palmas Flughafenbetreiber AENA rechnet für das kommende Halbjahr von Oktober bis April mit 80 Prozent weniger Flugbewegungen. Viele Hotels haben schon längst geschlossen oder werden dies noch tun. Die wenigen die durchhalten wollen, hoffen auf fallende Corona-Zahlen und das Länder wie Deutschland mit den geplanten neuen Einreiseregelungen (wir berichteten in unserem letzten Wochenrückblick) die Hürden für Reisende nicht noch höher legen werden.


Hafenpromenade von Port d‘ Alcúdia wird verschönert

In der kommenden Woche beginnen im beliebten Urlaubsort Port d‘ Alcúdia, im Norden von Mallorca, umfangreiche Arbeiten zur Neugestaltung der Hafenpromenade. Die Stadt Alcúdia investiert dafür 1 Million Euro zur besseren Verbindung zwischen dem Hafen und der Fußgängerzone. Dafür wird die Beleuchtung modernisiert, neue Bänke zum Verweilen aufgestellt und die Beschilderung erneuert. Ebenso plant man die Errichtung neuer Grünflächen und eine Verbreiterung des Fußgängerbereiches. Bis Frühjahr 2021 soll zum Beginn der neuen Hauptsaison alles fertig sein.


Nachtclubs befürchten hohe Pleitewelle

Der Branchenverband „Abone“, der die Interessen der Diskotheken und Nachtclubs vertritt, hat in einer Umfragen die Stimmungslage unter den Betreibern ermittelt. Demnach gehen auf den Balearen 64 Prozent der Betriebe davon aus, dass sie wegen der Corona-Krise nicht bis zum Frühjahr durchhalten können und wohl dauerhaft ihre Lokale schließen müssen. Sie fordern daher von der Balearenregierung über die Weihnachtszeit wieder öffnen zu dürfen.

Der Vorsitzende des Verbandes, Jesús Sánchez, möchte aus diesem Grund umgehend ein Krisengespräch mit der balearischen Ministerpräsidentin Francina Armengol vereinbaren. Dabei soll ein Konzept erarbeitet werden, wie eine Öffnung der Nachlokale auch in Zeiten von Corona möglich sein kann. Derzeit beträgt der wirtschaftliche Schaden durch die Zwangsschließungen etwa 1,1 Milliarden Euro. Wenn man bedenkt, dass die Branche in normalen Jahren einen Umsatz von 1,4 Milliarden macht, bedeutet dies fast einen Totalausfall in diesem Jahr.

Die in Deutschland bekannteste Disko auf Mallorca - der Mega-Park an der Playa de Palma
Viele Diskos, Bars und Nachtlokale befürchten das finanzielle Aus – im Bild der Mega-Park an der Playa de Palma.

Orte im Tramuntanagebirge zählen mit zu den reichsten Gemeinden von ganz Spanien

Für alle Statistik-Freunde haben wir in dieser Woche wieder Neuigkeiten vom spanischen Finanzamt. Denn dort wird nicht nur Geld eingetrieben, sondern auch das Pro-Kopf-Einkommen des Landes erfasst. In einer nun veröffentlichten Rangliste sind 4 Gemeinden aus dem Tramuntanagebirge auf Mallorca in den Top 100 von ganz Spanien. Valldemossa hat mit dem Platz 22 die höchste Platzierung der Insel erreicht. Ebenso vertreten sind die Gemeinden Puigpunyent (Platz 34), Bunyola (Platz 55) und Esporles (Platz 56). Die ärmste Gemeinde auf Mallorca ist im Übrigen Capdepera.



Migranten steuern immer wieder Mallorca an

Die Ostküste von Mallorca wird immer wieder von Flüchtlingen aus Afrika angesteuert. Nachdem schon im September etwa 200 Menschen auf den Balearen angekommen waren, sind auch in dieser Woche wieder Boote auf der Insel eingetroffen. Am Mittwoch, Donnerstag und Freitag haben nun schon wieder knapp über 100 Personen die Balearen und Mallorca erreicht. Verlassene Boote in Portopetro, der Cala Figuera oder Santanyí zeugen von der gefährlichen Überfahrt, die meistens in dem nordafrikanischen Land Algerien startet. Wie zuletzt vor Cabrera werden sie oft schon von der Küstenwacht auf dem offenen Meer in Empfang genommen.

Einen Verbleib auf der Insel wird es für die Flüchtlinge jedoch nicht geben. Zuerst werden sie nach Palma gebracht und von dort aus geht ihre Reise weiter auf das spanische Festland. Da einige allerdings positiv auf Corona getestet worden, müssen sie vor der Weiterreise in eine 14-tägige Quarantäne auf Mallorca.

Boot in einem See bei Sonnenuntergang
Immer mehr Flüchtlingsboote erreichen Mallorca

Lokale in den Partystraßen der Playa de Palma dürfen wieder öffnen

So schnell kann es manchmal gehen. Noch in der letzten Woche wurde die verordnete Schließung der Bars und Lokale auf der sogenannten Schinken- und Bierstraße an der Playa de Palma bis Ende Oktober verlängert, nun hieß es in dieser Woche plötzlich, dass man unter gewissen Bedingungen nun doch schon wieder ab dem 15. Oktober öffnen darf. Dies stellte zumindest am Freitag die balearische Regierung auf einer Pressekonferenz in Aussicht. Allerdings ist die Öffnungszeit bis 1 Uhr Nachts begrenzt. Außerdem müssen umfangreiche Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen eingehalten, sowie die Gästezahl begrenzt werden. Die neue Lockerung gilt auch für die Punta Ballena in Magaluf. Diskotheken und Tanzlokale müssen jedoch weiterhin geschlossen bleiben.

Ob aber jetzt die Unternehmen ihren Betrieb wieder aufnehmen bleibt abzuwarten. Aus Branchenkreisen ist zu hören, dass es wegen den fehlenden Touristen kaum Sinn macht die Türen zu öffnen. Die Saison sei gelaufen. Vielmehr gibt es Kritik gegen die Inselregierung und den Entscheidungen der letzten Monate. Obwohl die Corona-Zahlen derzeit höher sind als zur verordneten Schließung im Sommer, erlaubt man jetzt wieder die Restaurants zu öffnen, wo sowieso alles zu spät ist um die fehlenden Einnahmen irgendwie zu reduzieren.

Der Ballermann 6 an der Playa de Palma auf Mallorca
Gähnende Leere an der Playa de Palma und dem „Ballermann 6“, dies wird sich auch durch die neuen Regeln nicht so schnell ändern.

TUI plant schon ab nächster Woche wieder Reisen nach Mallorca

Der Zeitpunkt scheint im Hinblick auf die Herbstferien in Deutschland perfekt gewählt zu sein. Und auch das beschlossene Beherbergungsverbot vieler Bundesländer gegenüber Urlaubern aus deutschen Risikogebieten spielt Mallorca vielleicht jetzt in die Karten. Denn der Reisekonzern TUI will zwischen dem 15. und 31. Oktober wieder Reisen auf die Insel anbieten. Untergebracht werden die Touristen im Rahmen einer Pauschalreise in den vereinzelt noch geöffneten Hotels, wie zum Beispiel das Hotel RIU Festival an der Playa de Palma, das Inturotel an der Cala Esmeralda (Cala d’Or), der Robinson Club Cala Serena oder auch im Garden Playa de Muro. Die eigene Fluggesellschaft TUIfly will man allerdings nicht reaktivieren sondern sich mit anderen Fluggesellschaften wie Lufthansa oder Eurowings zusammenschließen.

Die Cala Serena auf Mallorca liegt an der Küste des Ortes Cala d'Or
Die Cala Serena im Ort Cala d’Or kann über TUI für die Herbstferien gebucht werden

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Recherche-Quellen: Mallorca-Magazin, Inselradio, Mallorca-Zeitung.


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