Mallorca Wochenrückblick vom 20. bis 25. April 2020

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Alle wichtigen Mallorca News von deiner Lieblingsinsel.

Ein offener Brief von deutschen Immobilienbesitzer sorgte in dieser Woche für Wirbel. Außerdem stellen wir in unseren Mallorca News die Frage: Wie kann es nach Corona an der Playa de Palma und dem Ballermann weitergehen?

Cala del Mago Mallorca Dreifingerbucht
Cala del Mago

Montag, 20. April 2020

Harte Bewährungsprobe wird verlängert

Der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez hat angekündigt, nach dem nächsten Wochenende den Alarmzustand in Spanien nochmals um zwei Wochen zu verlängern. Bis zum 9. Mai will man nun damit eine weitere Ausbreitung des Corona-Virus verhindern. Dabei gibt es aber auch eine Lockerung. Ab dem Montag 27. April dürfen dann Kinder unter 14 Jahren in Begleitung einer im Haushalt lebenden erwachsenen Personen für 1 Stunde am Tag spazieren gehen. Beschränkt ist dies aber auf 1 Kilometer um die heimische Adresse. Spielplätze bleiben trotzdem weiterhin geschlossen und auch sportliche Aktivitäten im Freien sind vorerst nicht möglich. Für die Menschen auf Mallorca geht die psychische Belastung durch die häusliche Quarantäne also vorerst weiter. In den kommenden Wochen soll es daher weitere Debatten in Regierungskreisen geben, ob in den Gemeinden und Regionen die keine hohen Infektionsraten haben, eventuell die Ausgangsperre gelockert werden kann.

Branchenverband rechnet mit Totalausfall

Der Tourismus-Branchenverband Exceltur geht von einem Totalschaden für die diesjährige Reisesaison aus. So werden die Einnahmen auf den Balearen um 95 Prozent einbrechen, was einen Verlust von 13,5 Milliarden Euro ausmacht. Ob bei diesen großen Summen die EU Hilfen ausreichen werden um alle zu retten ist mehr als fraglich. Außerdem befürchtet man, dass die weltweiten Reisebeschränkungen nur schrittweise aufgehoben werden können. Die Hotels müssen dann außerdem strenge Hygienevorschriften umsetzen. Eine komplette Auslastung ist daher nicht möglich. Laut dem Verband wird es vorerst nur Reisemöglichkeiten per eigenem Auto geben, da der Flugverkehr noch eine ganze Weile außer Gefecht sein wird.

In diesem Sommer werden die Strände von Mallorca wohl leer bleiben.

Dienstag, 21. April 2020

Deutsche fordern Zutritt zu ihren Immobilien

Deutsche Immobilienbesitzer auf Mallorca und einige deutsche Unternehmer auf der Insel haben in einem offenen Brief an die balearische Ministerpräsidentin Franciano Armengol gefordert, dass es sofortige Außnahmeregelungen bei den bestehenden Einreiseverboten gibt. Derzeit ist es nur Residenten mit amtlichen Erstwohnsitz auf Mallorca erlaubt auf die Insel zu kommen und sich um ihre Wohnungen und Häuser zu kümmern.

In dem Brief wird betont, dass es gegen spanisches Recht verstößt sein Eigentum nicht nutzen zu können. Man hätte extra auf Mallorca investiert, da man von einem langfristigen sicheren Umfeld ausgegangen sei. Nun gebe es aber unter den Verfassern große Zweifel an der Rechtssicherheit in Spanien. In der letzten Woche wurden am Flughafen Personen mit Zweitwohnsitz auf der Insel abgefangen und zurück geschickt. Dies betrifft allerdings nicht nur Deutsche sondern im allgemeinen alle Nationalitäten (auch spanische Bürger vom Festland) die nicht ihren Erstwohnsitz auf Mallorca haben.

Am Dienstag reagierte das Ministerium und verschickte ausführliche Anwortschreiben. Darin wurde nochmals betont, dass es vorerst keine Ausnahmeregelungen für die genannten Personen geben wird. Man verweist darauf, dass die Regeln der Ausgangssperre von der spanischen Regierung in Madrid angeordnet wurden und alle im Land betreffen. Man bemühe sich aber in Abhängigkeit der Infektionszahlen, schnellstmöglich wieder zu einer gewissen Normalität zurückzukehren.

Auch der Verband internationaler Immobilienmakler ABINI äußerte sich mittlerweile zu diesem Thema. In einer gemeinsamen Erklärung distanziert man sich von den Forderungen einiger Immobilienbesitzer. Die Gesundheit habe derzeit allerhöchste Priorität. Die derzeitigen Beschränkungen respektiere man und halte sie auch für nötig. Außerdem bedanke man sich bei allen Mitarbeitern im Gesundheitssystem sowie den Sicherheitskräften und Entscheidungsträgern.

Finca Pool Mallorca Sonnenuntergang
Zweitwohnsitz auf Mallorca, derzeit aber für die Besitzer wegen der Corona-Krise unerreichbar.

Mittwoch, 22. April 2020

Erste Klagen gegen Airlines in Palma

Auch das Gericht in Palma wird sich in Zukunft mit einigen Klagen gegen verschiedene Fluggesellschaften beschäftigen müssen. Es geht um ausgefallene Flüge im Zuge der Corona Pandemie. Den Passagieren wurden meistens nur Gutscheine oder Umbuchungen angeboten. Dies verstößt allerdings gegen europäisches Recht. Verbraucherschützer machen daraufhin aufmerksam, dass die Airlines mindestens das Ticket für den ausgefallenen Flug erstatten müssen. Anbieter von Pauschalreisen haben mittlerweile eine andere Lösung gefunden. Sie stellten den verhinderten Urlaubern teilweise Gutscheine aus, damit sie ihre gebuchte Reise innerhalb der nächsten 12 Monate nachholen können. Ob diese Praxis rechtmäßig ist, will die EU in den nächsten Wochen entscheiden. Wir halten dich über die Urteile und Entscheidungen in unseren Mallorca News auf dem Laufenden.

Schöne Nachrichten von der Insel

Auch wir als Mallorca Reiseportal können uns derzeit schöneres vorstellen als nur noch über Corona und deren Folgen für Mallorca zu berichten. Vereinzelt gibt es sie aber noch: Die guten Mallorca Nachrichten. Ob es die Tierwelt ist, die sich die Insel zurückerobert (wir berichteten in unserem vorletztem Mallorca Wochenrückblick davon), oder wie jetzt über die fast randvoll gefüllten Wasserspeicher der Insel. Denn die großen Stauseen Cúber und Gorg Blau im Tramuntana-Gebirge sind mit über 90 Prozent gut gefüllt. In normalen Zeiten würde jetzt wieder, durch die anlaufende Saison, der Wasserverbrauch auf Mallorca steigen. Dieser ist aber im vergangenen Monat um 17 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen. Also sollte die Insel bald wieder öffnen, ist zumindest genügend Wasser vorhanden.

Stausee Cúber Mallorca Tramuntana Gebirge
Auch der Stausee Cúber ist derzeit gut gefüllt.

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Donnerstag, 23. April 2020

Spanien bestimmt Maximalpreis für Masken

Das spanische Gesundheitsministerium möchte, dass Gesichtsmasken für alle bezahlbar sind. 96 Cent wurde jetzt dafür als maximale Grenze bestimmt. Werden teuere angeboten ist dies in Zukunft in ganz Spanien strafbar. Obwohl eine generelle Maskenpflicht derzeit nicht geplant ist, wird es in der Öffentlichkeit empfohlen Masken zu tragen. Einige Apotheker haben den festgesetzten Preis aber kritisiert. Sie würden dadurch die Masken mit Verlust verkaufen. Laut den Angaben der pharmazeutischen Hochschule der Balearen ist dies aber nicht so. Nach deren Beobachtungen haben sich die Preise in den letzten Wochen um das zwanzigfache erhöht. So kostete eine Maske vor der Corona-Krise nur durchschnittlich 10 Cent.

Das Aus für den Ballermann?

Um diesen Ort scheiden sich die Geister. Für die einen ist der sogenannte Ballermann ein Sehnsuchtsort für das Feiern und Tanzen, für die anderen ist er schuld am schmuddeligen Image der Insel (wenn man die anderen schönen Seite von Mallorca nicht kennt). Die Corona-Krise könnte vieles in Zukunft verändern. Derzeit sind viele Szenarien möglich, wie es an der Playa de Palma weiter gehen könnte. Wird es ein Urlaub unter strengen Hygienevorschriften geben, sind die große Partyhochburgen wie der Bierkönig oder der Megapark undenkbar. Zumindest muss das Konzept dann stark überdacht und geändert werden. Auch müssten dann die vielen privaten Strandpartys unterbunden werden. Strengere Verhaltensvorschriften hätte es ja sowieso in diesem Sommer gegeben.

Das zweite Problem ist die wirtschaftliche Lage der Hotels, Bars und Restaurants. Hinter vorgehaltener Hand gibt es schon Aussagen von Betreibern, dass wenn in dieser Saison keine Reisen mehr stattfinden können, es die Hälfte der Läden im nächsten Jahr nicht mehr geben wird. Gewinner dieser unüberschaubaren Situation könnten die Bestrebungen einiger Hotels und Unternehmer sein, die Playa weg vom billigen Pauschaltourismus hin zum ruhigeren und luxuriöseren Urlaubsgebiet zu entwickeln. Aber ob diese Entwicklung durch die fehlenden Einnahmen komplett realisiert werden können, steht ebenso in den Sternen wie der Neustart der Reiseaktivitäten. Was glaubst du? Wie wird sich der Urlaub auf Mallorca und besonders an der Playa de Palma verändern? Schreib uns gern deine Meinung dazu in die Kommentare.

Ballermann 6 Mallorca Playa de Palma
Leer und verlassen. Die Playa de Palma und der „Ballermann 6“. Wie wird Corona diese Gegend verändern?

Freitag, 24. April 2020

Auswirkungen auf Reiseanbieter und Airlines

Obwohl man auf ein baldiges Ende der Reisebeschränkungen hofft, sind die Reiseveranstalter gezwungen rechtzeitig über die nächsten Wochen zu entscheiden. Alltours hat jetzt den Zeitraum, wo der Veranstalter keine Reisen durchführt, von Ende April auf den 15. Mai verlängert. Für die betroffenen Urlauber gibt es entweder einen Gutschein (einlösbar bis 31. Oktober 2021), die Möglichkeit der Umbuchung oder der Rückerstattung der schon geleisteten Zahlungen.

Neuigkeiten gibt es auch von der Fluggesellschaft Ryanair, die unter normalen Bedingungen eine Vielzahl an Flügen nach Mallorca anbietet. Dort lehnt man Vorschläge strikt ab, aus hygienischen Gründen in Zukunft den mittleren Sitz im Flieger unbesetzt zu lassen. Man könne mit einer Zweidrittel Auslastung kein Geld verdienen. Der Vorstandschef Michael O’Leary drohte damit, unter diesen Voraussetzungen gar nicht mehr zu fliegen und die Maschinen am Boden zu belassen.

Keine Chance für unerlaubte Fahrten

Derzeit mal einfach so und ohne triftigen Grund mit dem Auto über die Insel fahren? Unmöglich und nicht zu schaffen. Die Polizei hat in dieser Woche die Kontrollen noch einmal verschärft und will mit allen Mittel die Einhaltung der Ausgangssperre durchsetzen. Allein am Donnerstag gab es auf den Balearen über 10 000 Fahrzeugkontrollen. Wenn man nichts wichtiges für die Fahrt vorweisen kann, werden ruck zuck einige hundert Euro Strafe fällig. Die Hoffnung, dass ein Auge zugedrückt wird braucht man erst gar nicht haben. Die Gesundheit ist das wichtigste und die Verbreitung des Virus muss verhindert werden. Man sollte aber unserer Meinung nach auch ein wenig Verständnis dafür haben, dass den Menschen nach den vielen Wochen mittlerweile die Decke auf den Kopf fällt.

Polizei Blaulicht Polizeiauto
Die Polizeikontrollen zur Einhaltung des Alarmzustandes wurden in dieser Woche noch einmal verschärft.
Foto: Photo by Pixabay from Pexels

Samstag, 25. April 2020

Aktuelle Corona Zahlen der Balearen

In den letzten Tagen sind die Infektionszahlen auf den Balearen leicht zurückgegangen, obwohl mittlerweile öfters und intensiver getestet wird. Stand heute (Samstag 25. April 2020) hatten sich insgesamt auf der Inselgruppe 1907 Menschen mit dem Corona-Virus infiziert (1081 davon gelten aber schon wieder als geheilt). In 174 der Fälle verstarben die erkrankten Personen an der Lungenkrankheit. In ganz Spanien sind seit Ausbruch der Pandemie insgesamt 22 900 Menschen verstorben.

Mallorca arbeitet an der Rückkehr zur Normalität

So lange es keinen Impfstoff gegen das Corona-Virus gibt, wird es auch in Zukunft viele Einschränkungen im öffentlichen Leben geben. Dass aber eine dauerhafte Ausgangssperre keine Lösung ist, darin sind sich wohl alle einig. Die Balearenregierung hat nun auf Mallorca verschiedene Arbeitsgruppen gebildet um Maßnahmen auszuarbeiten, wie eine Rückkehr zu Normalität realisiert werden kann. So werden die Bereiche Bildung, Gesundheit, Tourismus, Wirtschaft, Logistik, Pflege- und Krankenhäuser sowie Hafen und Airport von jeweiligen Experten und Regierungsbeamten unter die Lupe genommen. Ziel ist es, Schritt für Schritt und unter Berücksichtigung der Hygiene- und Abstandsregeln wichtige öffentliche Bereiche und besonders die Wirtschaft wieder zu beleben. Details werde man vorerst nicht mitteilen. Außerdem muss noch geklärt werden, in wie weit die Balearen kommende Maßnahmen in Unabhängigkeit zur spanischen Zentralregierung selbst entscheiden dürfen.

Palma de Mallorca Palmen Springbrunnen
Zurück zur Normalität. Wie dies umgesetzt werden kann, beraten nun verschiedene Arbeitsgruppen auf Mallorca.

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One comment

  1. An der Party Meile wird sich sicher was ändern… aber ansonsten hoffe ich das wenn es nicht dieses Jahr unter normalen Bedingungen Urlaub machen kann zumindest nächstes Jahr wieder möglich ist.
    Man darf nicht vergessen gab es so einen Aufstand wegen der Influenza und die kommt auch jedes Jahr wieder….

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