Mallorca Wochenrückblick vom 17. bis 22. August 2020

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Alle wichtigen Mallorca News von deiner Lieblingsinsel.

In der letzten Woche nahmen die Gerüchte von Tag zu Tag immer mehr zu, bis dann die Befürchtung leider Wahrheit wurde. Deutschland hat für Spanien, einschließlich Mallorca und den restlichen Balearen eine Reisewarnung ausgesprochen. Zwei weitere Länder sind diesem Bespiel gefolgt.

Was es für Reaktionen auf der Insel gab und welche Maßnahmen nun getroffen werden erfährst du mit vielen weiteren Neuigkeiten in diesem Mallorca Wochenrückblick.

Die Alcúdia Bucht auf Mallorca
Ein traumhafter Blick am Strand von Can Picafort hinaus auf’s Meer.

Montag, 17. August 2020

Kritik und Maßnahmen wegen Reisewarnung

Für Mallorca und allen Insel-Fans war die Meldung vom letzten Freitag ein Schlag ins Gesicht. Durch die Reisewarnung (alle Infos dazu HIER) bekommt die stark gebeutelte Tourismusbranche auf der Insel den nächsten Rückschlag. Bei vielen hat die deutsche Entscheidung für großes Unverständnis gesorgt. Auch von euch haben wir eine Menge Nachrichten dazu bekommen. Es besteht fast Einigkeit darüber, dass Mallorca mit den ganzen hygienischen Maßnahmen sicherer ist als manche Urlaubsorte in Deutschland. Einige Reiseveranstalter haben sich ebenso kritisch dazu geäußert und wollen vereinzelt weiterhin Reisen und Flüge auf die Insel anbieten.

TUI hat allerdings beschlossen, alle Reisen bis einschließlich 24. August (Startdatum) zu stornieren und bietet allen, die schon auf Mallorca sind, eine zeitigere Rückreise an. Trotzdem gibt es auch vom größten deutschen Reiseveranstalter Kritik an der Reisewarnung. Es wäre demnach besser gewesen, nur bestimmte Regionen (als Beispiel wurden Magaluf und die Playa de Palma genannt – sie bedienen damit das weitverbreitete Klischee) als Risikogebiet einzustufen. Betont wurde auch, dass der Großteil von Mallorca kaum bzw. nur sehr wenig Coronafälle zu vermelden hat. Auch sei in keinem TUI-Hotel eine Infektion aufgetreten.

Strand in Can Picafort
Die Reisewarnung sorgt weiterhin für leere Strände auf Mallorca.

DER Touristik und FTI überlassen es den Urlaubern, ob sie ihre Reise vorzeitig abbrechen wollen oder doch bleiben. Letztgenannter geht sogar noch einen Schritt weiter. Touristen die trotz der Reisewarnung ihren Urlaub auf Mallorca antreten wollen, wird auch weiterhin die Möglichkeit dazu eingeräumt. Genauso handhabt es der Veranstalter Alltours. Eine kostenfreie Stornierung wird von allen angeboten (dies ist auch bei einer offiziellen Reisewarnung gesetzlich vorgeschrieben).

Da es sich nicht um ein Reiseverbot sondern um eine Warnung handelt, werden auch weiterhin von den Airlines Angebote von Deutschland nach Mallorca offeriert. Ryanair, Eurowings und auch die Lufthansa wollen vorerst keine geplanten Flüge streichen. Condor und Eurowings bieten in Zukunft außerdem die Möglichkeit, einen freien Mittelplatz zusätzlich zum eigenen Sitzplatz zu buchen (bei entsprechender Verfügbarkeit). Dies bietet dann auch im Flugzeug noch obendrein einen extra Schutz vor Corona.

Neue Maßnahmen zum Schutz gegen Corona

Unabhängig von der deutschen Reisewarnung, hat die spanische Regierung für das gesamte Land einige neue Regeln zum Schutz vor Corona beschlossen. Die Balearen ihrerseits haben dazu noch weitere zusätzliche Maßnahmen getroffen, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Folgende Punkte gibt es daher seit dieser Woche auf der Insel zu beachten:

  • Das Rauchen in der Öffentlichkeit ist verboten, wenn ein Mindestabstand von 2 Metern zu anderen Personen nicht eingehalten werden kann.
  • Bars müssen spätestens um 1 Uhr schließen. Außerdem müssen sie am Eingang über Sicherheitsabstände, maximale Gästeanzahl, Maskenpflicht und Hygieneregeln informieren.
  • Diskotheken und Tanzlokale dürfen überhaupt nicht öffnen.
  • In den Restaurants gilt, dass an den einzelnen Tischen nur maximal 10 Personen Platz nehmen dürfen.
  • An den Theken von Bars und Restaurants darf nur bis 22 Uhr ausgeschenkt werden.
  • Party-Boote sind genauso wie Pool-Partys in der nächsten Zeit verboten.
  • Mannschaftssport, bei denen es zu Berührungen kommen kann, sind mindestens 15 Tage lang nicht erlaubt (wie z.B. Fußball).
Pool einer Finca auf Mallorca
Pool-Partys sind vorerst nicht erlaubt.

Dienstag, 18. August 2020

Weitere Länder mit Reisewarnung für Mallorca

Neben Deutschland haben in dieser Woche noch zwei weitere Länder reagiert und für die Balearen eine Reisewarnung ausgesprochen. Österreich geht dabei einen ähnlichen Weg wie die Deutschen. Heimkehrer von der Insel müssen sich testen lassen und einen negativen Befund vorlegen. Bis das Ergebnis feststeht, muss man in die häusliche Quarantäne.

In der Schweiz dagegen gilt sogar für alle Rückkehrer eine 10 tägige Zwangsquarantäne. Dabei ist es vollkommend unabhängig, ob man positiv oder negativ getestet wurde. Die Behörden argumentieren, dass die Zuverlässigkeit der Tests nicht zu 100 Prozent gegeben sind. Ein negativer Befund setzt laut den Schweizern nicht voraus, dass die Person sich wegen der langen Inkubationszeit nicht doch mit dem Coronavirus angesteckt haben könnte.

Leerer Strand von Canyamel auf Mallorca
Leere Orte gibt es derzeit wie hier in Canyamel überall auf der Insel.

Politiker wollen Gespräche mit Deutschland führen

Obwohl die spanische Tourismusministerin Reyes Maroto die deutsche Entscheidung zur Reisewarnung respektiert, will sie versuchen, einen sicheren Reisekorridor mit Deutschland einzuführen. Dazu soll es Gespräche auf Regierungsebene der beiden Ländern geben. Man wolle so schnell wie möglich eine Entspannung der Situation erreichen um von der restlichen Saison noch zu retten was zu retten ist.

Auch die balearische Ministerpräsidentin Francina Armengol bedauert die deutsche Entscheidung, auch wenn sie versteht, dass man halt nach den geltenden Kriterien die Reisewarnung ausgesprochen hat. Sie will eng mit Deutschland und den Reiseveranstaltern zusammenarbeiten, um in den kommenden Wochen eine Wendung der Lage herbeizuführen.


Mittwoch, 19. August 2020

Reaktionen der Hotels: kämpfen oder resignieren

Für viele Hotels auf der Insel ist mit den in den nächsten Wochen wiederholt ausbleibenden Touristen das Ende der Saison erreicht. Viele werden voraussichtlich im August bzw. spätestens im September ihre Häuser wieder schließen. Laut Aussagen des Unternehmerverbandes Caeb lagen die Buchungen in dieser Hochsaison wegen der Corona-Krise bei gerade einmal 33 Prozent im Gegensatz zum Vorjahr. Viele sind sehr enttäuscht, hatten sie doch große Anstrengungen unternommen, um trotz der bestehenden Regeln und Schutzmaßnahmen den Gästen einen schönen Urlaub zu bereiten.

Aber es gibt auch Unternehmen die kämpfen wollen und das Öffnen bzw. Schließen ihrer Hotels den jeweiligen Bedingungen anpassen werden. Man hofft dabei auf einen baldigen Rückgang der Infektionszahlen und damit ein Ende der Reisewarnung. Ebenso möchte man nun mit attraktiven Angeboten die Festlandspanier, Mallorquiner bzw. Residenten locken. Dabei gibt es derzeit Schnäppchen mit 35 bis 50 Prozent Rabatt zu ergattern.

Hotel Iberostar Cristina an der Playa de Palma
Wie im Winter gibt es derzeit in vielen Hotels leere Pools und kaum Gäste.

Große Sportveranstaltungen auf der Insel sind abgesagt

Corona hat auch auf zwei sportliche Großveranstaltungen auf Mallorca unschöne Auswirkungen. Zwar hatten die Veranstalter des Palma Marathons versucht den Lauf sicher durchführen zu können und mehrere Konzepte erarbeitet, mussten sich dann aber der Realität stellen. Ein Massenlauf mit mehreren tausend Teilnehmern, wo auch zu keiner Zeit ein Mindestabstand gewährleistet werden kann, ist unter den derzeitigen Gesundheitsgefahren und hygienischen Bestimmungen nicht möglich.

Auch der Ironman in Port d‘ Alcúdia wird in diesem Jahr nicht durchgeführt. Dieser sollte eigentlich schon im Mai stattfinden, wurde aber wegen dem Lockdown im Frühjahr auf den Oktober verschoben. Da es aber bis dahin unrealistisch ist, dass die Corona-Krise vorüber ist, wurde diese Veranstaltung nun komplett abgesagt. Alle bisher angemeldeten Teilnehmer bekommen per Mail Informationen, wie sie entweder stornieren können oder automatisch nächstes Jahr dabei sind.


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Donnerstag, 20. August 2020

Corona nicht durch ausländische Touristen eingeschleppt

Auch wenn fast alle großen deutsche Medien die Insel Mallorca als Beispiel nannten, wie enorm das Ansteckungsrisiko durch die Urlaubsrückkehrer ist, zeigen aktuell veröffentlichte Zahlen ein ganz anderes Bild. Denn laut dem balearischen Gesundheitsministerium sind es vor allem Besucher vom spanischen Festland gewesen, die zusätzlich die Infektionen in die Höhe getrieben haben. Außerdem steckten sich eine Vielzahl der Einheimischen auf der Insel bei größeren Familienzusammenkünften an. Jedoch in den Hotels gibt es keinen einzigen nachweislichen Fall, wo sich ein Tourist mit dem Virus infiziert hat.

Dies zeigt nochmal deutlich, dass das Sicherheitskonzept der touristischen Einrichtungen voll aufgegangen ist. Auch in unserem „Reisebericht – Mallorca in Zeiten von Corona“ haben wir deutlich alle Maßnahmen gelobt und gesehen, wie konsequent die Hotels für die Sicherheit ihrer Gäste sorgen. Es bleibt zu hoffen, dass die Zahl der Neuinfektionen schnell wieder sinkt, damit die deutsche Reisewarnung aufgehoben werden kann.

Sicherheitskonzept der Hotels.
Die Hotels auf der Insel legen einen großen Wert auf die Sicherheit ihrer Gäste.

Freitag, 21. August 2020

Balearen-Regierung begründet gestiegene Fallzahlen

Die balearische Ministerpräsidentin Franconia Armengol äußerte sich zwar Anfang der Woche noch verständnisvoll gegenüber der Reisewarnung für Mallorca, in einem Interview mit der Bild-Zeitung sagte sie aber nun, dass man die Einschätzung nicht teile und Mallorca weiterhin ein sicheres Reiseziel sei. Die gestiegenen Fallzahlen hängen unter anderem damit zusammen, dass es auf den Balearen eine viel höhere Testquote als im restlichen Land gibt. Dies zeigen auch internationale Vergleiche, je mehr getestet wird, umso mehr Corona-Infizierte werden erkannt. Für die Wirtschaft auf der Insel sei es „ein harter Schlag“, ist doch der Tourismus die Haupteinnahmequelle. Sie betonte außerdem, dass Mallorca als eine der ersten Regionen in Europa eine Maskenpflicht eingeführt hatte.

Beliebter Aussichtspunkt wird Abends gesperrt.

Auf Mallorca ist es ein besonderes Erlebnis, die Sonne Abends am Horizont und im Meer untergehen zu sehen. Dies konntest du bisher auch am sogenannten „Lochfelsen“ Sa Foradada genießen. Da sich dort aber in den letzten Wochen in den Abendstunden zu diesem Highlight große Menschenansammlungen gebildet hatten, wird dieser beliebte Aussichtspunkt an der Westküste in der Zeit von 18:30 Uhr bis 21:30 Uhr gesperrt. Das zuständige Rathaus in Deià begründet dies damit, dass dort kein Mindestabstand eingehalten werden kann und dadurch eine erhöhte Gefahr einer Corona-Ansteckung besteht. Auch gab es dort wiederholt Verstöße gegen die Maskenpflicht. Das dortige Restaurant kannst du aber weiterhin mit einer vorherigen Reservierung besuchen.

Der berühmte Lochfelsen Sa Foradada auf Mallorca
Der berühmte Lochfelsen „Sa Foradada“ an der Westküste zwischen Valldemossa und Deià.

Samstag, 22. August 2020

Wirtschaft würde zweiten Lockdown nicht überleben

In dieser Woche hat der balearische Verband der selbstständigen Unternehmer erschreckende Zahlen vorgestellt. Laut einer durchgeführten Studie werden nämlich bei einem weiteren Lockdown 70 Prozent der Unternehmen die Corona-Krise entweder nicht überleben oder aber eine Vielzahl an weiteren Mitarbeitern entlassen müssen. Schon zum jetzigen Zeitpunkt haben nur etwa 40 Prozent der Firmen alle ihrer Mitarbeiter weiter beschäftigt. Alle anderen beziehen derzeit das Kurzarbeitergeld ERTE. Außerdem wird prognostiziert, dass der durchschnittliche Jahresumsatz um 87 Prozent gegenüber dem Vorjahr sinken wird.

Das Gesundheitsministerium dagegen hat die Befürchtung entkräftet, dass es in den nächsten Wochen zu einem neuen Lockdown kommen könnte. Eine Situation wie im Frühjahr soll auf alle Fälle verhindert werden. Ein Grund dafür ist auch die verbesserte Gesundheitsversorgung im Infektionsfall. Standen beim ersten Lockdown auf den Balearen nur 450 Betten für Corona-Patienten zur Verfügung, sind es mittlerweile schon 1400 Betten.

Palma de Mallorca
Die selbstständigen Unternehmer auf Mallorca leiden am meisten unter der Corona-Krise.

Recherche-Quellen: Eure Nachrichten und Informationen – Vielen Dank, Mallorca-Magazin, Inselradio, Mallorca-Zeitung, Die Inselzeitung, Bild-Zeitung


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