Mallorca Wochenrückblick vom 14. bis 20. September 2020

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Alle wichtigen Mallorca-News von deiner Lieblingsinsel.

In dieser Woche wurde bekannt, dass die Corona-Zahlen auf den Balearen leider viel höher sind als ursprünglich angenommen wurde. Außerdem kam die Frage auf, ob es für das nächste Jahr schon einen Buchungsboom gibt.

Alle Hintergründe dazu und noch viele weitere interessante Neuigkeiten bekommst du in unserem Mallorca-Wochenrückblick

Cala Esmeralda in Cala d'Or
Cala Esmeralda / Cala d’Or – (C) Dream of Mallorca

Für guten Zweck von Menorca nach Mallorca geschwommen

Es war zwar schon am letzten Sonntag passiert, wir wollen aber diese großartige sportliche Leistung nicht unerwähnt lassen. Der auf Mallorca lebende Costa Ricaner Boris Nowalski ist die Strecke von Menorca bis nach Mallorca geschwommen. Dabei ging es ihm aber nicht darum ins „Guinness Buch der Rekorde“ zu kommen, sondern er hat mit dieser bemerkenswerten Leistung Spendengelder für verschiedene Projekte gesammelt. So zum Beispiel für die Kampagne „Save the med“, die sich zur Aufgabe gestellt hat, die Meere sauber zu halten. Bei der 40 Kilometer-Distanz wurde Nowalski natürlich von einem Boot begleitet, was ihn in den elf Stunden und fünf Minuten mit Trinkwasser und Nahrung versorgte.


Streik der Busgesellschaft in Palma

Die Warnstreiks der Busfahrer in der Vorwoche gaben einen Vorgeschmack, in dieser Woche wurde es dann Ernst. Die Fahrzeugführer der Transportgesellschaft EMT, die für das Busnetz in Palma verantwortlich sind, haben in dieser Woche die Arbeit fast komplett niedergelegt. Nur eine gesetzliche Mindestanzahl an Bussen war noch unterwegs. Das sind aber gerade einmal 49 von sonst 160 Fahrzeugen. Viele Linien werden dadurch nur einmal am Tag bedient oder fielen komplett aus.

Aussicht auf die Stadt Palma de Mallorca
In Palma war der Busverkehr in dieser Woche durch einen Fahrerstreik lahmgelegt.

Bei dem Streik geht es vor allem um die getroffenen Regeln während der Corona-Pandemie. So sind laut der Gewerkschaft viel zu viele Busfahrer in den Zwangsurlaub geschickt worden. Dies wurde von Seiten der EMT mit einem anderen Fahrplan aufgefangen. Nun sind aber viel zu wenig Busse unterwegs, was teilweise eine Überfüllung der Fahrzeuge zur Folge hat. Dadurch steigt wiederum die Ansteckungsgefahr auch für die Fahrer. Man fordert für den Zwangsurlaub außerdem eine Rückerstattung der verfallenen freien Tage. Auch beim Thema Bezahlung und Arbeitszeiten gehen die Vorstellungen zwischen der Gewerkschaft und EMT weit auseinander.

Wenig Verständnis für den Streik hatten einige Fahrgäste. Bei zum Teil Wartezeiten von über einer Stunde verloren viele die Geduld und die Nerven. So wurden in dieser Woche Busse mit Eiern, Gemüse und auch Steinen beworfen. Dabei ging auch eine Türscheibe zu Bruch. Insgesamt sind durch diesen Vandalismus bis zum Wochenende 26 Fahrzeuge beschädigt wurden und mussten zur Reparatur zurück ins Depot.


Weiterer Lockdown für Stadtviertel in Palma.

Schon seit letzter Woche Freitag gelten in den Palma-Stadtteilen Son Gotleu, Son Canals, Can Capes und Soledat Nord verschiedene Corona-Maßnahmen die einem Lockdown gleichkommen (wir berichteten in unserem letzten Wochenrückblick). Die Inselregierung hat nun für einen weiteren Stadtteil die gleichen Restriktionen beschlossen. So werden die Bewohner des Viertels Arquitecte Bennàssa, rund um die Stierkampfarena von Palma, ab diesem Wochenende ebenso in ihrem Stadtteil bleiben müssen (Ausnahmen gelten für zum Beispiel Wege zur Arbeit oder auch zum Arzt). In den letzten drei Wochen gab es dort durchschnittlich 5,2 Corona-Infektionen pro 1000 Einwohner. Betroffen sind in dem dicht besiedelten Gebiet etwa 20 000 Menschen. Wie auch in den anderen Stadtvierteln gelten die Maßnahmen vorerst für die nächsten 15 Tage.

Covid-19
In insgesamt 5 Stadtvierteln von Palma gilt derzeit ein Lockdown.

Partystraßen bleiben weiterhin geschlossen

Eigentlich hätten in dieser Woche die Lokale und Bars auf der Schinken- und Bierstraße an der Playa de Palma wieder öffnen dürfen. Doch die Balearenregierung hat die Frist noch einmal bis Ende des Monats verlängert. Dies betrifft auch die Partymeile Punta Ballena in Magaluf. Die Kneipen in den genannten Gebieten mussten Mitte Juli schließen, da einige Partys der Regierung hinsichtlich der europäischen Außendarstellung in Zeiten der Pandemie wohl zu heftig ausgefallen waren. Leider hatten sich auch in Deutschland viel zu viele Medien und Politiker mit den Berichten beschäftigt, ohne die wirklichen Bemühungen der Hotels und Restaurants auf der Insel zu erkennen und zu würdigen. Wie es wirklich im Juli / August auf der Insel war und welche Maßnahmen es schon vor der Reisewarnung auf der Insel gab, kannst du in unserem „Reisebericht in Zeiten von Corona“ nachlesen.

Mega-Park am Ballermann an der Playa de Palma.
Auch weiterhin bleiben die Lokale und Bars am „Ballermann“ geschlossen.

Veröffentlichte Corona-Zahlen offenbar viel zu niedrig

In den letzten Tagen gab es bei vielen Mallorca-Fans immer wieder die Hoffnung, die Infektionszahlen für die Insel würden weiter sinken und eine Aufhebung der deutschen Reisewarnung bald geschehen. Doch die von der spanischen Zentralregierung von Madrid gemeldeten 44 Corona-Fälle pro 100 000 Einwohner für die Balearen sind wohl falsch. Anscheinend gab es mehrere Übermittlungsfehler und auch technische Probleme in der Berechnung und Erfassung. Die balearische Ministerpräsidentin Francina Armengol sagte am Dienstag vor dem Parlament, dass es offiziell etwa dreimal so hohe Zahlen seien. Laut den ihr zur Verfügung stehenden Daten seien es nämlich in der 7-Tage-Inzidenz im Schnitt 150 Menschen pro 100 000 Einwohnern, die sich mit dem Virus infiziert haben. Im spanischen Regionen-Vergleich stehen somit die Inseln Mallorca, Ibiza, Formentera und Menorca an siebenter Stelle.

Die Zahlen werden wohl auch noch in den nächsten Tagen große Unterschiede aufweisen. Das spanische Gesundheitsministerium verwendet nämlich die diagnostizierten Fälle für die 7-Tage-Indizenz, wogegen auf den balearischen Inseln auch die positiven PCR-Tests der vergangenen 24 Stunden mit einbezogen werden.

Reisewarnung bleibt bis Ende September bestehen.

Trotzdem geht die balearische Ministerpräsidentin optimistisch gestimmt in die nächsten Wochen. Die Infektionskurve flache sich immer weiter ab und man sehe „Licht am Ende des Tunnels“. Auf den Inseln werden auch immer mehr Tests durchgeführt. Durchnittlich werden pro 100 000 Einwohner 210 Menschen getestet (spanienweit 160). Mit den regionalen Lockdowns (siehe oben) können man nun auch viel effektiver auf Corona-Hotspots reagieren. Wann allerdings die Reisewarnung wieder aufgehoben werden kann steht noch in den Sternen. Laut dem deutschen Auswärtigen Amtes besteht diese Entscheidung auf alle Fälle noch bis mindestens Ende September.

Playa de Palma
Wann deutsche Urlauber wieder unbeschwert auf die Insel können ist noch ungewiss.

Buchungszahlen für 2021 und zunehmendes Angebot

Einige deutsche Medien haben in den letzten Tagen große Headlines gehabt, nach dem Motto: „Buchungsboom für Mallorca 2021„, oder so ähnlich. Ob denn dies wirklich so ist und du schnellstmöglich zuschlagen solltest, hat die deutsche Mallorca-Zeitung näher untersucht.

Bei den Reiseveranstaltern ist demnach wirklich schon jetzt eine erhöhte Nachfrage feststellbar. Dies ist aber auch dadurch begründet, dass die Anbieter die Angebote für das nächste Jahr schon jetzt größtenteils auf dem Mark haben. Die Kataloge liegen schon jetzt in den Reisebüros aus, was sonst erst Mitte Oktober üblich ist. TUI hatte sogar schon im April damit begonnen, Reisen für 2021 freizuschalten. Viele haben ihren Urlaub in diesem Jahr wegen Corona auch nicht durchführen können. Klar das nun viele Menschen darauf brennen, endlich wieder auf ihrer Lieblingsinsel zu sein.

Der Trend scheint aber weiter in Richtung kurzfristiger Buchung zu gehen. Viele Reisefreudige wollen doch erst einmal abwarten, wie sich die Corona-Pandemie mit den ganzen Reiseeinschränkungen entwickelt. Dies beobachten sogar Anbieter und Vermittler von Fincas. Dort ist eine Buchung weit im Voraus eigentlich üblich. Derzeit sind aber selbst dort nur etwa 30 Prozent für das nächstes Jahr reserviert (Angabe laut Fincallorca). Von einem Buchungsboom könne also derzeit nicht die Rede sein. Man hofft allerdings, dass es vielleicht eine sehr gute Nebensaison im Winter und Frühjahr geben könnte.

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Demonstration der Veranstaltungsbranche

Wie in 27 weiteren spanischen Städten sind am Donnerstag auch in Palma etwa 300 Künstler, Veranstalter, Techniker, Gastronomen und DJ´s auf die Straße gegangen. Gewählt hatten sie den zentralen Plaça Major in der Innenstadt, um auf ihre existenzbedrohende Situation aufmerksam zu machen. Bei der Kundgebung wurde sehr darauf geachtet, dass alle den Mindestabstand zueinander einhalten. Vorbildlich dazu hatte jeder Teilnehmer auch eine Maske getragen. Unter dem Slogan „Alerta Roja“ (Alarmstufe rot) wollen sie das öffentliche Bewusstsein auf eine schwer getroffene Branche lenken. In dem 14 Punkte umfassenden Manifest geht es vor allem um Soforthilfen für Betroffene und dem schnellen wiederaufleben von Kultur- und Veranstaltungsprogrammen unter Einbeziehung hygienischer Maßnahmen.


Verstärkte Kontrollen gegen Elektro-Roller

Auch in der Inselhauptstadt werden sie immer beliebter und gehören schon zum allgemeinen Straßenbild, die Rede ist von den Elektro-Roller oder auch e-Scooter genannt. Mehrere Verleihstationen bieten diese preiswert an (etwa 15 Euro/Stunde je nach Anbieter) und man kommt mit ihnen schnell und bequem überall hin. Trotzdem gibt es dabei auch einiges zu beachten. Denn auf öffentlichen Straßen darfst du damit nur fahren, wenn die dort ausgeschilderte Höchstgeschwindigkeit nicht über 30 km/h ist. Außerdem ist es verboten in Fußgängerzonen zu fahren. Auf Gehwegen (wenn kein Radweg vorhanden ist) darf man bis maximal 10 km/h unterwegs sein. Du brauchst zwar dafür keinen Helm (wird aber empfohlen) und keinen Führerschein, musst aber ein Mindestalter von 15 Jahren haben.

Diese Bedingungen werden neuerdings in Palma streng kontrolliert. Anfang September wurden allein innerhalb einer Woche 94 Anzeigen gegen Fahrer dieser Roller wegen verschiedener Verstöße ausgestellt. Dabei ist das Hauptvergehen ein zu schnelles Fahren auf Fußwegen. Wer erwischt wird muss ein Bußgeld in Höhe von 40 Euro zahlen.

e-Scooter
Auch auf Mallorca immer beliebter, die flinken Elektro-Roller. Foto von Magda Ehlers von Pexels

Online-Petition gegen Reisewarnung

Zum Schluss möchten wir dich noch einmal auf eine Online-Petition gegen die deutsche Reisewarnung für Mallorca aufmerksam machen. Gib bitte deine Stimme dafür ab, damit die deutschen Behörden die Lage auf der Insel noch einmal aus lokaler Sicht betrachten. Denn die direkten Urlaubsgebiete sind sicher und alle geben sich große Mühe damit dies auch so bleibt. HIER kommst du zu der Online Petition. Vielen Dank für deine Stimme.


Wie gefällt dir unser Mallorca-Wochenrückblick? Hast du Anregungen, Tipps oder interessante Themenvorschläge die wir aufgreifen sollten? Schreib es uns in die Kommentare oder gern auch per Mail an info@dream-of-mallorca.com ✍🏻.

Das Team von Dream of Mallorca wünscht dir noch ein schönes Wochenende und einen guten Start in die neue Woche. Wir sehen uns auf der Insel – sonnige Grüße 🌞.


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