Mallorca Wochenrückblick vom 9. bis 14. März 2020

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Mallorca Wochenrückblick – alle News von deiner Lieblingsinsel

Auch auf der schönsten Insel der Welt gab es in dieser Woche nur ein Thema: Die weitere Ausbreitung des Coronavirus. Wir berichten in unserem Mallorca Wochenrückblick, wie sich dadurch das Inselleben verändert und welche Folgen dies hat.

Mallorca Cala Moltó

Montag, 9. März 2020

Cala Ratjada darf Uferpromenade reparieren

Wie wir im letzten Mallorca Wochenrückblick berichtet hatten, gab es Querelen um die Instandsetzung der durch die Sturmflut „Gloria“ zerstörte Uferpromenade von Cala Ratjada. Nicht nur das dafür keine Hilfsgelder aus Madrid vorgesehen waren, die Küstenschutzbehörde untersagte zudem die Reparaturarbeiten an dem beliebten Fußweg. Nun hat sich zum Glück das Blatt gewendet. Nachdem am Wochenende tausend Menschen für ein schnelles Handeln protestiert hatten, konnte der Bürgermeister von der zuständigen Gemeinde (Capdepera) eine Erlaubnis von der spanischen Regierung erwirken. Es werden jetzt schnellstmöglich die Handwerkeraufträge vergeben. Die Zeit drängt, denn der Ort Cala Ratjada zählt zu den beliebtesten Orte der Insel und will zur Hauptsaison wieder viele Gäste begrüßen. Die Kosten der Reparaturen wird die spanische Regierung in Madrid übernehmen.

Fluggesellschaft Laudamotion streicht Flüge zu Ostern

Die zu Ryanair gehörende Fluggesellschaft Laudamotion wird zwischen dem 18. März und 8. April eine Vielzahl an Flügen streichen. Darunter sind auch Verbindungen von Deutschland nach Mallorca. Die Airline begründet dies mit dem sich weiter rasant ausbreitenden Coronavirus. Dadurch ist die Auslastung wegen der Menge an Stornierungen um 50 Prozent zurückgegangen. Auch Eurowings und die deutsche Lufthansa haben angekündigt, einige der geplanten Flüge in den nächsten Wochen nicht durchführen zu können. Alle Betroffenen sind per Mail oder SMS informiert worden. Laudamotion bietet zwar einige Umbuchungsmöglichkeiten an, bei einigen Flughäfen ist dies aber nicht zu realisieren und der Flug wurde ersatzlos gestrichen. Eine Rückzahlung der Tickets soll angeboten werden.

Flughafen Mallorca Vorplatz
Der Flughafen von Palma. In Zeiten der Corona-Krise wird er wohl in nächster Zeit weniger angeflogen.
Foto: (C) Dream of Mallorca

Dienstag, 10. März 2020

Kreuzfahrtschiffe wollen lieber Mallorca als Italien ansteuern

Eigentlich wollte Palma in Zukunft für seinen Hafen eine bessere Verteilung der Kreuzfahrtschiffe über die gesamte Saison erwirken. Das Coronavirus macht nun wahrscheinlich diesem Vorhaben einen Strich durch die Rechnung. Denn viele Reedereien haben angekündigt, vorerst Italien auf den Mittelmeer-Kreuzfahrten nicht mehr anzufahren. Mallorca gilt als einer der Ausweichorte. Dies bestätigte jetzt auch die Hafenbehörde von Palma. In den letzten Tagen flatterten über 40 neue Anträge für Anlegegenehmigungen zwischen März und Juni ein. Es wird befürchtet, dass diese Zahl noch weiter deutlich steigen wird. Wir sind gespannt, wie die Verantwortlichen nun entscheiden wollen, oder ob man von dem Vorhaben einer Begrenzung der Kreuzfahrtschiffe abweicht.

UPDATE 13.03.2020: Die spanische Regierung in Madrid hat mittlerweile die Einfahrt und das Anlegen von Kreuzfahrtschiffen in allen spanischen Häfen verboten. Der Erlaß gilt zwar erst ab Montag, doch schon jetzt dürfen Passagiere die das Schiff verlassen nicht wieder zusteigen.

Rad-Teams stornieren massenhaft Trainingslager auf Mallorca

Mallorca gilt seit Jahren als Mekka vieler Radsport-Teams zur Saisonvorbereitung. Aber auch bei den Amateuren und Radinteressierten bietet die abwechslungsreiche Landschaft viele reizvolle Touren an. Laut den Angaben von Tourismusvereinigungen sind in den letzten Wintern durchschnittlich 70 000 Radler auf Mallorca gewesen. Derzeit gibt es allerdings massenhaft Stornierungen für die nächsten Wochen. Es geht wegen dem Coronavirus die Angst um, eventuell unter einer möglichen Quarantäne in einem Hotel festzusitzen. Besonders betroffen sind Gasthäuser an der Playa de Palma, das Gemeindegebiet Calvià und im Norden der Insel. Die meisten Rückbuchungen gibt es aus Deutschland und der Schweiz.

Berge Serpentinen Mallorca Gebirge
Besonders die kurvigen Straßen im Tramuntana-Gebirge haben es den Radsportlern angetan.
Foto: (C) Dream of Mallorca

Mittwoch, 11. März 2020

Heimspiel von Real Mallorca in Palma gegen dem FC Barcelona abgesagt

Mit dem Aufstieg im letzten Sommer gab es für die Fans der Inselkicker von Real Mallorca zwei ganz dicke Kreuze im Kalender. Zum einen das Heimspiel gegen „das weiße Ballett“ aus Madrid (das Match wurde im letzten Oktober mit 1:0 gewonnen!) und zum anderen das Spiel gegen den amtierenden spanischen Fußballmeister, dem FC Barcelona. Letzteres wird nun am kommenden Wochenende nicht stattfinden. Die spanische Fußballliga hat anhand der Ausbreitung des Corona-Virus entschieden, die nächsten zwei Spieltage nicht durchzuführen und den Spielbetrieb für mindestens 2 Spieltage auszusetzen. Laut des Verbandes war der Hauptgrund, dass 2 Spieler von Real Madrid in Quarantäne mussten und nicht ausgeschlossen werden kann, dass weitere Spieler infiziert sind. Wann und ob die Spiele nachgeholt werden steht noch nicht fest. In Europa diskutiert man nun sogar eine mögliche Verschiebung der Fußball-Europameisterschaft im Sommer.

Cala Lombards darf endlich gesäubert werden

In unserem Mallorca Wochenrückblick gibt in dieser Woche auch gute Nachrichten: Die Cala Llombards im Südosten von Mallorca darf nun endlich gereinigt werden. Die Sturmflut „Gloria“ hatte den Strand stark verwüstet und eine Menge Abfälle und Treibgut angeschwemmt. Diese Verwüstung wurde durch einen Mini-Tsunami noch verstärkt. Eine weitere Folge war, dass durch das herausspülen von Sand die Strandtiefe verkürzt wurde. Bisher hatte die Küstenschutzbehörde für die Säuberung und Instandsetzung keine Freigabe erteilt. Der beliebte Strand im Gemeindegebiet Santanyí gilt als einer der schönsten Strände an der Ostküste. Das bestreben der ansässigen Behörden ist es, bis zur Hauptsaison die Cala Llombards wieder in ihren ursprünglichen Zustand zu versetzen.

Mallorca Cala Llombards
Die Cala Llombards zählt zu den schönsten Stränden der Insel.
Foto: (C) Dream of Mallorca

Donnerstag, 12. März 2020

Erster Todesfall wegen Coronavirus auf Mallorca

Auf der Insel hat das Coronavirus sein erstes Todesopfer gefordert. Eine 59 jährige Frau starb im Krankenhaus Son Espases an den Folgen der Infektion. Das balearische Gesundheitsministerium teilte in einer Presseerklärung mit, dass die Frau durch eine chronische Vorerkrankung schon geschwächt war. Wie sie sich mit dem Virus angesteckt hatte ist bisher unbekannt bzw. noch nicht veröffentlicht. In diesem Zusammenhang wurde außerdem betont, dass sich Menschen mit Symptomen zuerst an die Telefonnummer 061 wenden sollen. Durch die zunehmende Anzahl der Infektionsfälle, will man ab kommenden Montag in den Gesundheitszentrum bevorzugt akute Notfälle behandeln und unter Quarantäne setzen.

Hamsterkäufe sorgen für leere Regale

Wie wir anhand eurer Reaktionen auf unseren letzten Mallorca Wochenrückblick erkennen konnten, ist auch auf der Insel die Verunsicherung durch die derzeitige „Corona-Krise“ sehr hoch. Dies hatte nun in dieser Woche zur Folge, dass es in den Supermärkten große Hamsterkäufe gab. Besonders begehrt waren Nudeln, Reis, Hygieneartikel, Trinkwasser (auf Mallorca ist das trinken von Leitungswasser nicht empfohlen) und Toilettenpapier. Die Supermarktvereinigung machte darauf aufmerksam, dass es trotz kurzfristig leerer Regale kein Versorgungsengpass gibt. Die Lieferketten sind in keiner Form abgeschwächt. Auch die balearische Ministerpräsidentin, Francina Armengol, erklärte in einer Pressekonferenz deutlich, dass die Belieferung mit Lebensmitteln umfassend gewährleistet sei.

Mallorca Aussicht Palma de Mallorca, Mallorca Hafen
Auch in der Inselhauptstadt Palma ist die Verunsicherung durch das Virus spürbar.
Foto: (C) Dream of Mallorca

Freitag, 13. März 2020

Die Ereignisse überschlagen sich. Unser Mallorca Wochenrückblick zeigt die wichtigsten News in Kürze

  • Auf den Baleareninsel ist die Anzahl der Infektionsfälle am Freitag auf 26 Personen gestiegen.
  • Der spanische Ministerpräsident, Pedro Sánchez, hat für 2 Wochen den Alarmzustand für ganz Spanien ausgerufen. Dadurch darf die Regierung die Bewegungsfreiheit der Bevölkerung durch verschiedene Maßnahmen einschränken. Außerdem können nun Sicherheitskräfte für die Versorgung der Bevölkerung eingesetzt und bei Bedarf von Amtswegen Lebensmittel rationiert werden.
  • Ab kommenden Montag bleiben alle Schulen auf den Balearen für mindestens 14 Tage geschlossen.
  • Große Menschenansammlungen sollen verhindert werden. Discos, große Lokale, Veranstaltungssäle und große Fitnesszentren müssen vorerst schließen. Restaurants sollen ihre Plätze auf maximal 300 Personen reduzieren.
  • Ab Samstag (14. März) werden alle städtische Einrichtung von Palma wie z.B. Bibliotheken, Museen oder Theater bis auf unbestimmte Zeit geschlossen. Auch Parks, Spielplätze sowie das Castell de Bellver sollen vorerst nicht mehr besucht werden.
  • Am kommenden Sonntag (15. März) werden die Supermärkte auf Mallorca zusätzlich öffnen. Hamsterkäufe sind aber weiterhin nicht nötig, da die Versorgung gesichert ist.
  • Zahlreiche Wochenmärkte, wie z.B. in Felanitx, Alcúdia, Santanyí oder Capdepera werden auf unbestimmte Zeit abgesagt. Die balearische Ministerpräsidentin wünscht aber, dass trotzdem weiterhin Lebensmittel angeboten werden dürfen. Dies widerspricht sich mit der Forderung, große Menschenansammlungen zu vermeiden.
  • Die Osterprozessionen auf Mallorca wurden abgesagt.
Hamsterkäufe sind auch auf Mallorca nicht nötig da die Versorgung gesichert ist.
Foto: (C) Dream of Mallorca

Samstag, 14. März 2020

Airlines parken ihre Flugzeuge am Palma Airport

Die europäischen Fluggesellschaften kommen den Bitten der Gesundheitsorganisationen nach und werden in den nächsten Wochen nur noch dringend benötigte Flüge durchführen. Ebenso ein Grund dafür ist, dass manche Verbindungen derzeit enorm unwirtschaftlich sind. Einige Flieger konnten in den letzten Tage nur mit wenigen Passagieren abheben. Dies liegt daran, dass viele Menschen wegen der angespannten Gesundheitslage in Europa auf ihre Reisen verzichten und massenhaft ihre Flugtickets stornieren. Die Airlines bieten zum Glück kostenlose Stornierungen und Umbuchungen an. Der Palma Flughafen wird somit in den nächsten Wochen zum Parkplatz vieler Fluggesellschaften. Auch werden die Arbeitszeiten der Fluglotsen dem geringen Flugverkehr angepasst. Viele Hotels, die über den Winter geschlossen haben, reagierten ebenfalls schon. Die Öffnung für die diesjährige Saison ist auf Anfang Juni verschoben worden.

Model Flugzeug Flughafen Airport
So in etwa wird es in den kommenden Wochen am Palma Flughafen aussehen: Viele geparkte Flugzeuge ohne Abflugtermin.
Foto: Photo by Pixabay from Pexels

Ministerpräsidentin Francina Armengol fordert Reisestopp für die Balearen

Wenn es nach dem Willen der balearischen Ministerpräsidentin geht, wird es in den nächsten Wochen überhaupt keinen Flugverkehr mehr von und ab den Balearen geben. Sie fordert gegenüber dem spanischen Ministerpräsidenten am Freitagabend erneut, den Reiseverkehr zu den Inseln einzuschränken bzw. ganz einzustellen. Dadurch sollen die Bürger geschützt werden. Es wird vermutet, dass der Palma Flughafen komplett geschlossen werden könnte. Mallorca würde sich somit abschotten und hätte die Chance, die Zahl der Infizierten nicht weiter ansteigen zu lassen. Auch der Fährverkehr zum Festland und untereinander der Inselgruppe soll stark reduziert werden. Nach jetzigem Stand gibt es auf den Balearen insgesamt 44 Menschen, die positiv auf das Virus getestet worden (18 Personen mehr als noch am Freitag).


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