Mallorca Wochenrückblick (23. – 28. September 2019)

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Wir haben für dich die wichtigsten und spannendsten Neuigkeiten und Themen der vergangenen Woche zusammengestellt.

Wir wünschen dir viel Spaß beim lesen.


Montag, 23. September

  • Der Super-Gau ist nun eingetreten. Der Reiseveranstalter Thomas Cook ist Pleite. Verbindlichkeiten von etwa 1,4 Milliarden Euro haben zu diesem Konkurs geführt. Aber auch das alte Geschäftsmodel und die fehlende Anpassung an neue Kundenbedürfnisse haben den Reisekonzern zum Fallen gebracht. Damit werden wohl auch die Tochtergesellschaften Neckermann-Reisen, Bucher und Öger Tours von der Landkarte verschwinden. Besonders bitter ist das (mal wieder) für alle Kunden des Unternehmen, die kurz vor Reiseantritt stehen oder sich sogar schon im Urlaub befinden. Laut verschiedenen Berichten, zögerte Thomas Cook seine Zahlungsverpflichtungen gegenüber Fluglinien und Hotels schon eine ganze Weile hinaus. Dadurch müssen jetzt betroffene Urlauber teilweise ihre Hotelrechnungen bei Abreise selbst bezahlen. Einigen wurde sogar am Flughafen der Zustieg in den Flieger zurück nach Hause verweigert, da die Tickets vom Veranstalter noch nicht bezahlt wurden. Diese Methoden sind allerdings nicht rechtens und du solltest dir solche Vorgehen unter keinen Umständen gefallen lassen. Condor, eine weitere Tochter des zweitgrößten Reiseveranstalters der Welt, sicherte unterdessen zu, die Rückflüge zu gewährleisten. Doch auch auf Mallorca selbst wird der Konkurs von Thomas Cook negative Auswirkungen haben. Es wird geschätzt, dass es bis zu 100 Millionen Euro offene Posten gibt die der Konzern noch an Hotels, Handling- und Cateringfirmen zahlen muss.

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Dienstag, 24. September 2019

  • Die Inselhauptstadt Palma plant, die komplette Altstadt zur verkehrsberuhigten Zone zu machen. Dies gab zumindest der Bürgermeister von Palma, Herr José Hila, im Rahmen der europaweiten Mobilitätswoche bekannt. Bereits jetzt gibt es 10 Zonen in der Stadt, die für den allgemeinen Verkehr gesperrt sind. So ist zum Beispiel die Durchfahrt für Fahrzeuge im sogenannten Mühlenviertel Es Jonquet, die Calle Riera und auch viele Bereiche in der Altstadt rund um den Plaça de Santa Eulália und um die Calle Unió nicht erlaubt. Diese Maßnahme ist ein Teil des Klimaschutzprogramms von Palma. Es sollen zudem auch neue Parks angelegt und über 10 000 neue Bäume gepflanzt werden. Außerdem sind neue „Park and Ride“ Parkplätze in Planung und der Fuhrpark der städtischen Verkehrsbetriebe soll modernisiert werden.
  • Die großen Kreuzfahrtschiffe, die fast täglich den Hafen von Palma ansteuern, sind nicht nur bezüglich der Menschenmassen die die Inselhauptstadt besuchen ein Problem, sondern ein Thema ist auch die Umweltbelastung durch die Ankerdauer. So müssen die Generatoren der Schiffe teilweise in vollem Betrieb bleiben, damit das Schiff weiter mit Energie versorgt wird. Da diese Generatoren mit Kraftstoff betrieben werden, ist dies eine starke Umweltbelastung für die Gegend. Die Stadt plant deswegen eine Errichtung von elektrischen Ladestationen für die großen Schiffe. 2,1 Millionen Euro sind dafür vorgesehen, wovon 20 Prozent von der EU subventioniert werden. Durch dieses sogenannten „Cold Ironing“ wird in Zukunft die Verschmutzung der Luft deutlich reduziert, können doch so in Zukunft im Hafen von Palma die Generatoren der Kreuzfahrtschiffe komplett ausgeschaltet werden.

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Grafik: APB


Mittwoch, 25. September

  • In einer Pressemitteilung gab die Stadt Palma bekannt, gegen den bei Partyurlaubern beliebten Mega-Park an der Playa de Palma wegen Lizenzverstößen ein Bußgeld von 2,16 Million Euro zu erheben. Zumindest wurde jetzt ein entsprechendes Bußgeldverfahren eingeleitet. Vorgeworfen wird den Betreibern des großen Partytempels, dass vor einigen Jahren die Um- und Anbauten ohne Genehmigungen durchgeführt wurden und damit die Besucherkapazität unerlaubt erhöht wurde. Ein Vertreter des Mega-Parks sagte zu dem Verfahren, man wolle dagegen Einspruch erheben, da laut den Besitzern alle notwendigen Lizenzen vorgelegen haben. Ob diese Gültigkeit haben oder ob die Stadt mit ihrer Ansicht Recht hat, wird derzeit vor einem Gericht verhandelt. Erst mit einem entsprechendem Urteil, könnte die Stadt Palma ihre Bußgeldforderung umsetzen.

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Donnerstag, 26. September

  • Die Thomas-Cook Pleite wird für die Wirtschaft auf Mallorca in den nächsten Monaten große negative Folgen haben. Laut dem balearischen Verkehrsministerium werden im Oktober schätzungsweise 25 000 Urlauber weniger als geplant auf die Insel reisen. Der Hotelverband an der Playa de Palma rechnet mit einem finanziellen Verlust von rund 10 Millionen Euro. Von den dort Ende September untergebrachten Touristen, seien 90 Prozent aus Deutschland. Etwa 60 Hotels hatten an der Playa einen gültigen Vertrag mit dem zweitgrößten Reiseveranstalter der Welt. Trotz allem ist das Vorziehen des Saisonendes hier nicht geplant. Die Fluggesellschaft Condor, die mit zum Konzern von Thomas Cook gehört, konnte unterdessen mit staatlich finanziellen Mitteln soweit abgesichert werden, dass die geplanten Flüge in den nächsten Wochen planmäßig durchgeführt werden können. Die deutsche Bundesregierung und das Land Hessen haben eine Finanzspritze von 380 Millionen zugesagt. Es geht dabei nicht zuletzt auch darum, die 5000 Arbeitsplätze bei Condor möglichst zu erhalten.

Bist auch du von der Thomas Cook Pleite betroffen?

Die für etwaige Schadensersatzansprüche zuständige Versicherung Zurich Insurance plc hat den Dienstleister Kaera mit der Abwicklung beauftragt.

HIER kommst du direkt auf die Seite und kannst dich über den weiteren Ablauf informieren. Dort findest du nicht nur ein ausführliches F&A, sondern auch ein entsprechendes Formular um deine Schadensanzeige einreichen zu können. Benötigt wird dafür:

  • die vollständige Buchungsbestätigung des Reiseveranstalters
  • ein Nachweis über die Anzahlung des Reisepreises
  • ein Nachweis über die Restzahlung des Reisepreises (Kreditkartenauszug oder Kontoauszug)
  • eine Erklärung und Unterschriften der Reisenden zur Zahlung der Kundengelder
  • der sogenannte Sicherungsschein, der Pauschalreisen absichert

Außerdem sichert die Zurich Insurance plc bei Pauschalreisen (also Unterkunft UND Flug über Thomas Cook gebucht) die Beherbergung der Reisenden im Zielgebiet zu. So heisst es auf der Internetseite: „Zurich sichert im Rahmen der gesetzlichen und vertraglichen Verpflichtungen die Übernahme der Kosten für die Beherbergung der Reisenden im Zielgebiet. Entsprechendes gilt auch für die Rückreise. Thomas Cook hat eine entsprechende Bestätigung zur Sicherung der Hotel- und Flugkosten an die Hoteliers und Fluggesellschaften versendet, so dass keine Zahlungen von Ihrer Seite aus vorgenommen werden sollen. Bitte verweisen Sie auf diese Bestätigung, sollten Sie vom Hotelier oder der Fluggesellschaft darauf angesprochen werden.“


 Freitag, 27. September

  • „Friday for Future“ hieß es an diesem Freitag auch in Mallorcas Inselhauptstadt Palma. Etwa 5000 Demonstranten zogen vom Plaza del Tubo durch die Innenstadt zum Rathaus. Zu diesem Protestzug hatten mehrere Institutionen und Verbände aufgerufen. Aber nicht nur Mallorquiner zogen mit Spruchbänden durch die Gassen, sondern auch viele ausländische Gäste der Insel, die sich den Demonstranten angeschlossen hatten. Der Bürgermeister von Palma begrüßt diesen Einsatz für den Klimaschutz. In einem offenen Brief schrieb er: ,,die Stadt Palma, direkt an der Küste gelegen, wird die Konsequenzen eines steigenden Meeresspiegel besonders zu spüren bekommen“. Die Lehrergewerkschaft hatte dazu ihren Mitgliedern empfohlen, in der Mittagszeit nicht zu unterrichten, damit sich auch viele Schüler an den Protesten beteiligen können.

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  • Im Rahmen der Demonstrationen für den Klimaschutz hat am Freitag die Balearen-Regierung bekannt gegeben, man wolle etwa 600 000 Euro in die Wälder auf Mallorca investieren. Vor allem sollen Maßnahmen für den Brandschutz durchgeführt werden. Man möchte den Waldbestand mit angelegten Schneisen, dem ausdünnen des Unterholzes und der Kultivierung mit widerstandsfähigen Baumarten besser vor Bränden schützen und somit den Baumbestand auf der Insel erhalten. Die Gelder sollen aus den Töpfen der Touristensteuer kommen.

Samstag, 28. September

  • Laut der spanischen Verbraucherschutzorganisation OCU ist Palma bezogen auf die Lebensmittelpreise die teuerste Stadt von ganz Spanien. Die Organisation vergleicht dies, indem sie einen gedachten Einkaufswagen mit verschiedenen Produkten zusammenstellt und dann damit die Supermarktpreise der verschiedenen Regionen vergleicht. Laut dem Ergebnis muss man in der Inselhauptstadt von Mallorca etwas 500 Euro (oder 11 Prozent) mehr im Jahr für diese Produkte bezahlen als in den günstigsten Gemeinden von Spanien.
  • Die Unternehmervereinigung ,,Palma Beach“, in der sich wichtige Eigentümer von Lokalen, Restaurants und Hotels an der großen Playa de Palma seit 2016 organisieren, möchte die Qualität der Tourismushochburg in den nächsten Jahren weiter erhöhen. So sollen unter anderem die Maßnahmen gegen Alkoholexzesse weiter ausgebaut werden. Gegenüber der Politik fordert man, die Einhaltung bestehender Verordnungen in Zukunft stärker zu kontrollieren und die sich daraus ergebenen Strafen konsequenter durchzusetzen. Trotz einiger Probleme betonten die Unternehmer gegenüber Pressevertretern, dass die Polizeipräsenz und die allgemeine Zusammenarbeit mit den entsprechenden Behörden in den letzten Jahren immer besser geworden sei. Man plant außerdem die Schaffung zusätzlicher Parkplätze und den Einsatz von mehrsprachigen Tourismusbetreuern. Ziel ist es mit den gesamten Maßnahmen die Attraktivität der Playa de Palma (die mit zu den größten Wirtschaftsmotoren von Spanien zählt) zu erhöhen. Die Gästezahlen sind in den Monaten Juli und August rückläufig gewesen und man möchte aber für das nächste Jahr 2020 die Auslastung auf ähnlichem Niveau halten.

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Quellen:

Mallorca-Magazin, 
Mallorca-Zeitung, 
Inselradio Mallorca

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