Nach der Flut: Millionen für Strände, Unmut in Sant Llorenç

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Einen Monat nach den verheerenden Überschwemmungen in einigen Teilen Mallorcas, sind die Aufräumarbeiten und Wiederherstellung unterspülter Straßen in vollem Gange. Allerdings gibt es immer noch viele Probleme besonders wegen der finanziellen Unterstützung für die betroffenen Einwohner. So wächst besonders in dem stark verwüsteten Ort Sant Lllorenç der Unmut. Grund dafür ist, dass noch immer kein Cent der vielen Spendengelder für die Gemeinde bei den Menschen angekommen sind. Zwar wurden viele Häuser schon besichtigt, jedoch dauert die Bearbeitung im verantwortlichen Rathaus viel zu lang. Da aber niemand von den Betroffenen eine Versicherung für solch eine Katastrophe hatte, bangen viele um ihre Existenz. Zum Glück hat die Balearenregierung (als einzige Institutation) schnell reagiert und schon 14 Tage nach der Flut den Betroffenen Gelder zur ersten finanziellen Hilfe überwiesen. Trotzdem ist dies Anhand der starken Verwüstung nur ein Tropfen auf den heißen Stein.

Laut dem Bürgermeister der Gemeinde, Mateu Puigròs, sind zwar über eine Million Euro Spendengelder eingegangen, allerdings soll erst ausgelotet werden, wie die Gelder verteilt werden sollen. In den nächsten Wochen wird es aber eine erste Zahlung von 1500 Euro pro bewohntem Haus geben. Viel zu wenig um die entstandenen Schäden instand zu setzen und die Häuser wieder bewohnbar zu machen.

Unterdessen hat die spanische Regierung beschlossen, 1,6 Millionen Euro für die Wiederherstellung der Strände im Nordosten der Insel zur Verfügung zu stellen. Die Arbeiten sollen schon im Dezember beginnen und betreffen vor allem die Strände von S’Illot, Canyamel, und Colonia de Sant Pere.

 


 

INFO: SO WIRD GEHOLFEN (Quelle: Online-Artikel der Mallorca-Zeitung)

Die Spenden, die in den vergangenen Wochen für die Flutopfer im Inselosten zusammengetragen wurden, sind vielfältig. Wie das Rathaus von Sant Llorenç gegenüber der MZ bestätigte, sind vor allem in den ersten Tagen nach der Katastrophe tonnenweise Reinigungsutensilien eingegangen. Danach kamen die Spenden von Kleidern, Möbeln und Elektrogeräten. Und auch die Spendengelder. Allein die Supermarktkette Eroski sammelte unter ihren Kunden 140.000 Euro für den Inselosten.

Auch die von Deutschen betriebene Facebook-Gruppe „Cala Ratjada Insider“ brachte einiges zusammen: Mehr als 21.000 Euro spendeten Mallorca-Deutsche und Urlauber hier in den vergangenen Wochen. Das Geld ist größtenteils auf die betroffenen Gemeinden verteilt worden. „Hinzu kommen Sachspenden in Höhe von mehreren zehntausend Euro, darunter Baumaterialien, die erst zum Einsatz kommen können, wenn die Häuser vollständig von Feuchtigkeit befreit sind“, so Gruppen-Administrator Jürgen Umland zur MZ. Gemeinsam mit zahlreichen anderen Vereinigungen und Anwohnern veranstalten die „Insider“ am Sonntag (11.11.) zudem einen Solidaritätstag auf der Plaça Orient in Capdepera, dessen Einnahmen ebenfalls zu 100 Prozent an die Flutopfer gehen sollen. 
Die Traditionsmannschaft des Bundesligisten Fortuna Düsseldorf hat bei einem Benefizspiel und durch Sammlungen des Fortuna-Fanclubs an der Playa de Palma bereits knapp 7.000 Euro zusammen bekommen. Und Real Mallorca plant für Dienstag (13.11.) ein Solidaritätsspiel gegen die Balearen-Auswahl, dessen Erlös ebenfalls an die Flutopfer gehen soll.

Neben den offiziellen Spendenkonten bei der Banca March (ES12 0061 0022 8300 7356 0118), bei der  Caixa Bank (ES86 2100  0161 8802 0018 8265) und bei Bankia (ES41 2038 6579 8360 0067 5091) hat auch die neu gebildete Anwohnervereinigung „Associació per la torrentada 2018″ in Sant Llorenç ein Konto eröffnet (La Caixa, ES90 2100 0161 8102 0018 8730). Freiwillige Helfer können zudem über E-Mail (afectatssantllorenc@gmail.com) oder telefonisch (678-99 82 66) direkt mit der Betroffenen-Vereinigung in Verbindung treten.

 

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