Mallorca-Wochenrückblick vom 8. bis 14. Juli 2018

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Sonntag, 8. Juli 2018:

  • Im neuen Mobilitätsplan der Balearen-Regierung ist auch eine neue Schiffslinie für den Südwesten von Mallorca geplant. So soll der Touristenort Santa Ponsa mit der Playa de Palma auf der Meereslinie verbunden werden. Grund ist, dass sich 41 Prozent der touristischen Plätze auf der Insel zwischen den genannten Orten befinden. Wann es zur Umsetzung kommt und wer der Betreiber der Route wird ist allerding noch nicht beschlossen.
  • Die durch Stürmen und Fluten arg in Mitleidenschaft gezogenen Strände von Cala Bona sollen neuen Sand bekommen. Der Betreiber der dortigen Sonnenschirme und Liegen will diesen für 400 000 Euro aus einem Steinbruch holen. Das Umweltministerium der Balearen muss aber noch sein ok für dieses Vorhaben geben.

 

Montag, 9. Juli 2018:

  • Gegen das Parkplatzchaos an den entlegenen und beliebten Stränden von Mallorca, hat der Inselrat jetzt beschlossen, den zuständigen Gemeinden den Bau zusätzlicher Parkplätze in bestimmter Höhe zu gestatten. So gibt es z.B eine Freigabe an der Cala Varques für 32 Plätze, Cala Llombards 65 Plätze oder der Cala Portals für 20 weitere Plätze. Ob es zu der Erweiterung bzw. Schaffung kommt liegt jetzt in der Hand der entsprechenden und zuständigen Gemeinden.
  • Die traditionelle Pilgerwanderung „Lluc a peu“ wird es leider in diesem Jahr nicht geben. Obwohl kurzfristig der Inselrat 25 000 Euro für die Durchführung bereitstellte, sagten die Organisatoren die seit 1974 stattfindende Wanderung von der Placa Güell in Palma zum im 48 Kilometer befindlichen Kloster Lluc im Tramuntana-Gebirge ab. Laut dem Veranstalter kam die Zusage des Inselrates viel zu spät um noch die ganzen organisatorischen Planungen zu realisieren.

 

Dienstag, 10. Juli 2018:

  • Mit der Absage eines Treffens mit Palmas Handelsdezernentin Joana Adrover wollen die vier größten Einzelhandels- und Unternehmensverbände gegen den immer stärker zunehmenden illegalen Straßenhandel demonstrieren. Sie werfen dem linken Regierungsbündnis von Palma vor, viel zu wenig gegen die von vor allem durch Afrikanern betriebenen Verkaufsständen zu unternehmen. So gibt es immer noch keine neue städtische Verordnung, die eine Vergabe von Verkaufslizenzen ordentlich regelt und anschließend kontrolliert.
  • Seit dem gestrigen Montag gilt die Sperrung der Straße zum beliebten Ausflugsziel Cap Formentor im Norden der Insel. Ab der Playa Formentor dürfen in der Zeit von 10 bis 19 Uhr nur noch Anwohner bzw. Versorgungsfahrzeuge weiterfahren. Es soll so das jährliche Verkehrschaos auf der einzigen Straße zum nördlichsten Punkt der Insel verhindert werden. Der Shuttle-Bus fährt im 30 Minuten-Takt von Port de Pollenca.

 

Mittwoch, 11. Juli 2018:

  • Die Schiffsgaragen in Portocolom stehen vor einer ungewissen Zukunft. Die teilweise mehr als 100 Jahre alten Garagen „Escars“ sind von dem Auslaufen der Konzessionen des spanischen Küstengesetzes betroffen. Wegen dieser Unklarheit für Pächter und Eigentümer will jetzt das Rathaus von Felanitx ein Treffen mit der spanischen Generaldirektion für Sporthäfen vereinbaren. Die Garagen werden zu einem großen Teil von dem örtlichen Segelverein bewohnt, der bis zum jetzigen Stand ebenso keinerlei Informationen über den eigenen Verbleib in den Garagen erhalten hat.

 

Donnerstag,12 Juli 2018:

  • Die Linksregierung will die Zahl der Gästebetten auf Mallorca in den nächsten Jahren um 120 000 Plätze verringern. So sollen bei Hotelschließungen bzw. dem Wegfall von Ferienwohnungen, die frei werdenden Lizenzen nicht wieder vergeben werden. Das starke und teilweise unkontrollierte Wachstum des Tourismus auf der Insel soll damit eingegrenzt werden. In Palma sollen z.B. die Plätze von 80 000 auf 65 000 gesenkt werden. Ob sich das Rad des boomenden Tourismus auf der Insel wirklich so deutlich zurückdrehen lässt, wird die Zukunft zeigen. Wenn wirklich so viel Übernachtungsplätze wegfallen sollten, dürfte das einen deutlichen Preisanstieg nach sich ziehen.
  • Der Flughafen Son Sant Joan von Palma platzt auch in dieser Hauptsaison aus allen Nähten und stellt erneut Rekorde auf. So wurden im Juni mit 3,77 Millionen Menschen bei 27033 Starts und Landungen so viele wie noch nie abgefertigt. Der Großteil mit 1,8 Millionen Gästen kam dabei aus Deutschland (Plus 1,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr). Die Daten stammen von „Aena“, dem Betreiber des Flughafens.

 

Freitag, 13. Juli 2018:

  • Palma will die sogenannten Benimmregeln in den Vergnügungsvierteln S’Arenal und um die Zone Paseo Marítimo deutlich verschärfen. So gibt es für Saufgelage und dem illegalen Verkauf von Alkohol Strafen von bis zu 750 Euro. Ebenso sind organisierte Kneipentouren (Pub-Crawlings) verboten. Selbst der Kauf von Sonnenbrillen und Taschen bei nicht genehmigten Straßenhändlern sowie die Inanspruchnahme von Massagen am Strand stehen in Zukunft unter einer hohen Geldstrafe. Voraussichtlich ab September sollen die neuen Regeln in Kraft treten und dann stärker kontrolliert werden.
  • In der Nähe des Drogen- und Elendsviertel Son Banya, nahe des Flughafens von Palma, ist ein niederländische Tourist zu tote geprügelt worden. Laut Überwachungskameras schlugen 5 Jugendliche so stark auf den 34-Jährigen ein, dass er kurze Zeit danach an seinen schweren Kopfverletzungen verstarb. Auch wenn es am Samstag in diesem Fall zu einer Festnahme kam, dauern die Ermittlungen noch an.

 

Samstag, 14. Juli 2018:

  • Am Flughafen von Palma hat es am Samstag Proteste gegen den Massentourismus auf der Insel gegeben. So wurden die neu ankommenden Touristen von etwa 20 Aktivisten mit mehrsprachigen Spruchbändern wie z.B. „der Tourismus tötet Mallorca“ empfangen. Unterdessen kritisierte der Bürgermeister von Palma die Demonstrationen.

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